Kennen Sie Andreas Wäschenbach? Der Mann arbeitet in Köln für die Handball-Bundesliga GmbH. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Spielorganisation, die Terminplanung und – jetzt kommt’s – die Spielplanerstellung.

Für Letzteres gebührt Herrn Wäschenbach und seiner Software an dieser Stelle eine Europalette voller Dank. Er hat für die Saison 2024/25 ein echtes Kunstwerk geschaffen. Sollte er sich (bloß nicht) mal verändern wollen – Drehbücher für Hollywood-Blockbuster wären eine Idee.

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Handball-Bundesliga: Herr Wäschenbach und die Meister-Frage

Wäschenbach hat, nachdem ihm Wünsche der Klubs und die anderweitigen Belegungen der Bundesliga-Arenen vorgelegen hatten, einen Spielplan gezimmert, der keine Wünsche offen lässt. Eine vorzeitige Entscheidung in der Frage, wer diese Saison deutscher Meister wird, ist durch sein Drehbuch fast schon ausgeschlossen.

Die meisten Klubs haben 23 Spieltage absolviert, wir stehen vor dem letzten Saisondrittel. Um den Titel streiten sich Stand jetzt sechs Bewerber aus fünf Bundesländern. Sie treffen in noch neun (!) direkten Duellen aufeinander. Schöner Spannungsbogen, Herr Wäschenbach!

Aktuelles Beispiel: Samstag (16.05 Uhr, live bei Dyn/Anzeige) empfängt der Herbstmeister MT Melsungen den Rekordmeister THW Kiel. Duell mit Vorfeld-Schäden: Melsungen wurde zuletzt ohne sieben Leistungsträger in Hamburg auseinandergeschraubt, die Kieler vom Erzfeind SG Flensburg. Klar ist: Verlieren ist für beide am Samstag streng verboten.

Ist für einen der sechs Klubs im Drehbuch ein Happy End erkennbar? Die Füchse Berlin müssen noch nach Kiel (16. April), empfangen die Glücksjäger der TSV Hannover-Burgdorf (20. April) und Melsungen (29. Mai). Die Kieler haben es innerhalb der Top 6 nur noch mit Berlin und auswärts mit Hannover-Burgdorf (4. Juni) zu tun.

Titelverteidiger SC Magdeburg hat überraschend schon elf Miese auf dem Konto, aber (auch aus traurigem Grund) erst 20 Spiele absolviert. Magdeburgs Vorteil: Hannover-Burgdorf muss am 19. Mai an die Börde, die Flensburger am 4. Juni. Den SCM in der Meister-Frage also lieber mal nicht abschreiben.

Eine tragende Rolle in den neun direkten Duellen der Top 6 spielt Hannover-Burgdorf. Der aktuell Tabellenzweite betritt dort fünf Mal die Bühne. Allerdings drei Mal auswärts in Berlin, Magdeburg und Flensburg. Und nach Eisenach muss die Truppe von Ex-Bundestrainer Christian Prokop auch noch.

Hannover-Burgdorfs Sportchef Sven-Sören Christophersen freut es trotzdem: „Für den neutralen Handball-Fan ist es doch ein wahres Fest, dass es noch so viele direkte Top-Spiele um den Titel gibt.“

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Quelle: DYN/BILD

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