Niederlagen-Serie gestoppt. Nach drei Pleiten in Folge landen die Rhein-Neckar Löwen in der Daikin Handball-Bundesliga endlich wieder einen Sieg. Die Mannheimer bezwingen den Tabellennachbarn MT Melsungen klar 30:22 (16:10).
Für die Gäste aus Melsungen ist schon der Start ins Spiel unglücklich. Schnell liegen sie mit fünf Toren hinten (2:7/13.), können sich aber dank Co-Trainer Isaías Guardiola wieder herankämpfen. Unglaublich, der Mann ist schon 40 Jahre alt, sollte eigentlich nur noch auf der Bank sitzen, doch der Spanier wird wieder einmal dringend gebraucht. Guardiola holt einen Siebenmeter raus und trifft danach sogar zum 10:10 (23.). Melsungen wieder im Spiel. Doch nicht lange. Kaum zu glauben: Bis zur Halbzeit trifft die MT überhaupt nichts mehr, bleibt sieben Minuten ohne Treffer, und die Löwen ziehen auf 16:10 (30.) davon.
Löwen stoppen Pleitenserie: Groetzki verletzt sich nach Volleyball-Tor
Auch Abgänger Sebastian Heymann (28) darf mitmachen. Der Nationalspieler wechselt im Sommer nach Hannover (SPORT BILD berichtete). Trainer Maik Machulla (49) bringt ihn nach 20 Minuten. Heymann bleibt unauffällig. Das auffälligste Tor macht nach 42 Minuten Patrick Groetzki (36). Nach Kempa-Pass von Haukur Thrastarson (25) pritscht der Rechtsaußen wie beim Volleyball den Ball ins Netz, verletzt sich dabei aber leicht am Fuß, bleibt danach auf der Bank.
Beide Teams kämpfen noch um die europäischen Plätze. Die Löwen liegen vor der Partie fünf Punkte hinter den begehrten Plätzen, können Boden gut machen. Löwen-Profi Edwin Aspenbäck (25): „Wir wollten es besser machen als die letzten drei Spiele. Vor allem wollten wir viel laufen, und das haben wir gemacht.“ Und wie, nach 36 Minuten führen die Löwen schon mit acht Toren (20:12). Melsungens Florian Drosten (21) enttäuscht bei Dyn: „Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht und konnten das nicht abstellen.“ Die Löwen bringen den Sieg danach unbedrängt nach Hause. Stark in der 2. Hälfte: Löwen-Keeper Mike Jensen mit 7 Paraden.

