Die 2. Liga zittert um zehn Mio. Euro von der Uefa. Und hofft darauf, dass die DFL den Europa-­Verband umstimmen kann. Der Hintergrund: Die Uefa schüttet über die Nationalverbände jede Saison Soli-Zahlungen an die Ligen aus, deren Klubs nicht an den europäischen Wettbewerben teilnehmen. Bisher war es so, dass diese zehn Mio. Euro über den DFB und die DFL komplett an die 2. Liga weitergegeben wurden, zweckgebunden für deren Nachwuchsleistungszentren (NLZ).

Doch seit der Saison 2024/25 schreibt die Uefa eine Änderung vor: Der Soli muss an alle 36 Klubs der Bundesliga und 2. Liga gleich verteilt werden. Bedeutet: rund 278 000 Euro pro Verein.

Aber: Die Zweitligisten sind bei ihrer Finanzierung der Saison 2024/25 davon ausgegangen, dass die kompletten zehn Mio. wie bisher an sie fließen. Eine Änderung hätte zur Folge, dass Vereine trotz guter Nachwuchsarbeit durch die Gleichverteilung weniger, Klubs mit weniger NLZ-Qualität mit mehr Geld belohnt werden würden.

Die Uefa schüttet die zehn Mio. Euro für 2024/25 bislang nicht aus, weil die DFL ihre Vorgabe erst ab dieser Saison umsetzen will. Deshalb kämpfen DFL-Geschäftsführer Marc Lenz (39), Präsidiums-Boss Hans-Joachim Watzke (66), der auch im Uefa-Exekutivkomitee sitzt, sowie Fernando Carro (61) als Mitglied der Uefa-Klubwettbewerbe-­Kommission darum, dass die zehn Mio. für 2024/25 noch nach dem alten Schlüssel ausschließlich an die 2. Liga verteilt werden dürfen. Offenbar mit Erfolg: Zwar stehen finale Gespräche mit der Uefa noch aus. Aber nach Verhandlungen am Rande der Champions-League-Auslosung in Monaco sind die DFL-Bosse zuversichtlich, dass die Uefa der Ausnahmeregelung zustimmt.

Laut Uefa-Budgetvorschlag für 2024/25 waren insgesamt 466 Mio. Euro vorgesehen, die über die 55 Uefa-Mitgliedsverbände an die nicht für den Europacup qualifizierten Klubs ausgeschüttet werden sollten. Die deutliche Steigerung erklärt sich in erster Line durch die höheren Einnahmen aufgrund der Champions-League-Reform mit 36 statt vorher 32 Klubs und dem Liga-Format in der Vorrunde statt der Gruppenspiele.

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Quelle: BILD

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