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Er zeigt es wieder allen! Sechs Wochen nach seinem Olympia-Desaster meldet sich US-Superstar Ilia Malinin (21) bei der Eiskunstlauf-WM in Prag eindrucksvoll zurück. Er holt mit einer atemberaubenden Kür die Goldmedaille – sein dritter WM-Titel in Folge. Mit 329,40 Punkten lässt er die Konkurrenz weit hinter sich.

Das Wunderkind zeigt zwar nur fünf statt der geplanten sieben Vierfachsprünge und verzichtet auch auf den besonders anspruchsvollen vierfachen Axel. Doch Malinin, der sich selbst als „Vierfach-Gott“ bezeichnet, kommt ohne schweren Patzer durch seine Kür. Der Amerikaner im Siegerinterview: „Bei jedem Element habe ich das Publikum hinter mir gespürt.“

Olympia-Trauma überwunden

Bei den Olympischen Winterspielen in Italien hatte der Ausnahmekönner nach dem Kurzprogramm noch geführt. Nachdem es quasi nur noch um die Deutlichkeit seines Erfolgs ging, versagten dem zweimaligen Weltmeister die Nerven und er legte die schlechteste Kür seiner Karriere hin. Statt umjubeltem Gold gab es nur Platz 8. Er klagte anschließend über den immensen Druck.

Es sei „ziemlich schwierig“ gewesen, sich von den Olympischen Spielen zu erholen, hatte Malinin nach dem Kurzprogramm am Donnerstag gesagt. „Ich habe an so viele verschiedene Dinge gedacht, die ich hätte anders machen können, um ein anderes Ergebnis zu erzielen.“

Japaner holen Silber und Bronze

Dieses Mal stellt er mit neuer Frisur seine sonst so gewohnte Nervenstärke unter Beweis. Hinter ihm belegt der Japaner Yuma Kagiyama dank einer starken Aufholjagd mit 306,67 Punkten Rang zwei. Der 22-Jährige verbessert sich in der Kür um vier Plätze. Dritter wird Kagiyamas Landsmann Shun Sato (288,54 Punkte).

Er kann wieder lachen: Superstar Malinin

Foto: REUTERS

Genrikh Gartung fällt bei seinem WM-Debüt nach einer fehlerhaften Kür vom 23. Rang nach dem Kurzprogramm auf den 24. Platz zurück. Für den einzigen deutschen Teilnehmer und den jüngsten Starter der gesamten Konkurrenz war aber schon der Einzug ins Finale der besten 24 Eiskunstläufer ein Erfolg. Einige Top-Athleten wie der Sensations-Olympiasieger Michail Schaidorow aus Kasachstan hatten auf den Abschluss einer langen Saison verzichtet.

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