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Hausaufgaben erledigt – jetzt heißt es zittern! Deutschland schießt sich bei der Eishockey-WM in Zürich mit einem 6:3 gegen Großbritannien den Frust von der Seele und hält die Mini-Hoffnung aufs Viertelfinale am Leben. Doch allein reicht der Sieg nicht. Das DEB-Team ist auf fremde Hilfe angewiesen. Nur wenn Ungarn am Dienstag gegen Lettland gewinnt (12.20 Uhr, MagentaSport, ProSieben, SportEurope.TV), geht die Tür zur K.o.-Runde noch einmal auf.

Gegen den vor dem Spiel bereits feststehenden Absteiger aus Großbritannien löst die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis (67) ihre Pflichtaufgabe souverän. Es ist ein Klassenunterschied auf dem Eis. Von der ersten Minute an bestimmt Deutschland das Geschehen, drückende Überlegenheit. Es ist ein Spiel auf ein Tor. Und endlich: Nach schöner Vorarbeit von Mannschaftskapitän Moritz Seider (25, Detroit) schiebt Alex Karachun (31, Schwenningen) zum 1:0 ein (14.). Danach feiert Deutschland eine Tor-Party.

Nach Fehlpass seines Berliner Mannschaftskollegen Liam Kirk (22) knallt Frederik Tiffels (31) die Scheibe nach einem schönen Solo ins Netz – 2:0 (20.). Nur 17 Sekunden später legt Fabio Wagner (30) das 3:0 nach. Bei 16:4 Schüssen ist dieser Spielstand völlig verdient und schon die Vorentscheidung in der auf mäßigem Niveau stehenden Partie vor halbleerer Swiss Life Arena.

Im Tor übrigens überraschenderweise erneut NHL-Keeper Philipp Grubauer (34, Seattle), Maxi Franzreb (29, Mannheim) ist wieder nur Ersatz. Er hätte gegen den Außenseiter eine Chance verdient gehabt. Andreas Eder (30, Berlin) besorgt kurz nach Wiederbeginn das 4:0 (23.). Großbritannien gibt sich allerdings nicht so einfach geschlagen, kommt durch Robert Dowd (37, Sheffield) in eigener Überzahl (Marcus Weber saß auf der Strafbank) zum ersten Treffer – 4:1 (25.). Josh Samanski (24, Edmonton) stellt mit dem 5:1 den alten Abstand jedoch wieder her – 5:1 (41.). Unser Sieg ist nie in Gefahr. Leon Gawanke (26, Mannheim) gar mit dem 6:1 (49.). Die Treffer von Olli Betteridge (30, Nottingham) in der 51. Minute und Robert Lachowicz (36, Glasgow Clan) in der 55. Minute zum 3:6 aus Sicht der Briten sind nur Ergebniskosmetik.

WM-Siege nur gegen die „Kleinen“

Aber: Wir können. Offensichtlich nur noch gegen die „Kleinen“ des Welteishockeys (Ungarn, Österreich, Großbritannien) gewinnen. Gegen Großbritannien ist es der zehnte Vergleich. In sechs Spielen geht unser Team als Sieger vom Eis, bei drei Niederlagen und einem Remis.

Ganz gleich, wie diese WM endet: Im deutschen Eishockey braucht es dringend einen Neustart. Mit Blick auf die Heim-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Mannheim und Düsseldorf müssen die Verantwortlichen jetzt die richtigen Weichen stellen und nachhaltige Strukturen schaffen.

Foto: Sport Europe.TV

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