50:50 – so stehen die Chancen für Simone Biles (29) auf eine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles. Die erfolgreichste Turnerin aller Zeiten hält sich alle Optionen offen. Rund zwei Jahre vor den Spielen gibt sie Millionen Fans weltweit einen Hoffnungsschimmer.
„Ich habe das Gefühl, es steht immer noch 50:50, und die Zeit drängt, denn es ist fast Mitte 2026“, sagte die US-Amerikanerin bei CNN. „Wir müssen diese Entscheidungen ziemlich schnell treffen.“
Die elffache Medaillengewinnerin bei Olympia (7x Gold, 2x Silber, 2x Bronze) legt seit den Sommerspielen 2024 in Paris eine Pause ein, um sich zu erholen. An sportliche Höchstleistungen ist noch nicht wieder zu denken. Biles: „Neulich habe ich versucht, einen Spagat zu machen, und das hat ganz schön wehgetan.“ Sie hoffe, bald mit Pilates und Yoga beginnen zu können. Aber: „Weiter bin ich im Moment noch nicht.“
„Der Weg ist nicht einfach“
Was ist für Biles der entscheidende Faktor bei der Überlegung zu einer möglichen vierten Teilnahme an den Sommerspielen? „Die mentale Gesundheit spielt eine große Rolle, denn körperlich bringen mich meine Trainer in Form“, erklärt sie. „Mental ist enorm wichtig und erfordert viel Engagement, denn der Weg ist nicht einfach. Er ist lang, aber es ist harte Arbeit.“
Biles sprach offen über ihre psychischen Probleme, seit sie nach den Turbulenzen der Olympischen Spiele in Tokio 2021 eine erste Auszeit vom Turnen nahm. Dort zwang sie eine mentale Blockade zur Absage mehrerer Wettkämpfe, darunter das Teamfinale der Frauen.
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„Alle dachten, ich sei ein Roboter“
Sie blickt auf diesen Moment als Wendepunkt zurück – nicht nur für sich selbst, sondern auch für die breitere Debatte im Sport. „Ich hatte das Gefühl, es hat mir die Realität vor Augen geführt, denn alle dachten, ich sei ein Roboter, unecht. Aber im Grunde bin ich genau wie ihr. Ich bin echt“, sagt sie offen.
„Dadurch habe ich die Therapie bekommen, die ich verdient hatte, und ich bin immer noch in Therapie. Ich habe viel Unterstützung bekommen, und meine engsten Freunde waren mir eine große Hilfe.“
Turnerinnen gelten nicht als Menschen mit Schwächen, und das war das erste Mal, dass diese Schwäche auf einer so großen globalen Bühne sichtbar wurde. „Heute betrachte ich es als mutig und nicht mehr so sehr als Schwäche.“

