Fakt ist: León reiste ohne seinen Kapitän zum Spiel an die US-Grenze. Eine sportliche Entscheidung? Ein medizinisches Problem? Trainer Eduardo Berizzo verneinte beides. Zwar habe James nach den Länderspielen mit Kolumbien „Frische verloren“, doch verletzt sei er nicht.
Laut mexikanischen Medien steckt ein anderer Grund dahinter: James wollte nicht auf Kunstrasen spielen. Das Stadion von Tijuana, das „Estadio Caliente“, ist mit synthetischem Rasen ausgestattet – bei Spielern berüchtigt wegen erhöhter Verletzungsgefahr.
James soll den Auftritt bewusst ausgelassen haben, um körperliche Risiken zu vermeiden – auch mit Blick auf die Fußball-WM 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet.
Eine Entscheidung mit Folgen. Denn während einige Fans Verständnis zeigen, sehen andere ein Zeichen mangelnden Engagements. Zweifel an James‘ Loyalität zum Verein werden laut. Die Abwesenheit des Schlüsselspielers kommt zu einem kritischen Zeitpunkt: León steht mit 11 Punkten nur auf Rang 10.
James Rodríguez wurde 2014 durch seine Glanzleistungen bei der WM in Brasilien weltberühmt, als er mit sechs Treffern Torschützenkönig wurde. Es folgten Engagements bei einigen der größten Klubs der Welt: Er spielte unter anderem für den FC Porto, AS Monaco, Real Madrid, FC Bayern München, FC Everton, Al-Rayyan in Katar und zuletzt bei Rayo Vallecano, bevor er im Januar 2025 zum Club León in die Liga MX nach Mexiko wechselte.
Sein jüngstes Fernbleiben beim Spiel in Tijuana wirft Fragen auf – und könnte Auswirkungen auf seine Zukunft beim Club León haben.

