Diese Rückkehr bewegte 57.000 Fans im Hamburger Volksparkstadion – und viele Fußball-Fans in ganz Deutschland.

Beim 1:1 des HSV gegen Borussia Dortmund war der frühere Hamburg-Profi Dennis Diekmeier (36) mit seiner Frau Dana und Sohn Dion unter den Gästen. Es war eine besonders emotionale, auch traurige Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.

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Quelle: BILD

Dennis Diekmeier zu BILD:[–> „Wenn man hier ist, ist es, als käme man nach Hause. Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich. Als ich unten auf dem Platz war, sind dann Tränen gelaufen, weil das einfach so emotional ist. Man verbindet die Jahre, die man hier hatte, alle unsere Kinder sind hier geboren und dann kommt man für so einen Anlass hierher zurück…“

Was er meint: Seine Tochter Delani (14) kämpft seit Monaten gegen Nierenkrebs. Für das Spiel gegen Borussia Dortmund räumte der HSV-Sponsor die Brust frei, die Spieler liefen dafür mit dem Logo der Krebs-Selbsthilfeorganisation yeswecan!cer auf. Vorm Anpfiff sprach er mit geröteten Augen bei Sky über die Situation, sogar Reporter Wasserziehr kämpfte gegen seine Tränen.

Ex-HSV-Torwart René Adler nimmt Diekmeier in den Arm

Ex-HSV-Torwart René Adler nimmt Diekmeier in den Arm

Foto: WITTERS

Das sah auch Delani. Sie schaute das Spiel vor dem Fernseher. Dana rief sie noch aus dem Stadion an, sagt: „Sie war natürlich auch sehr gerührt von der Anteilnahme.“ Dennis Diekmeier bekam ein Trikot mit allen Unterschriften für sie, außerdem zeigte die Nordtribüne einen Banner, auf dem stand: „Viel Kraft an Familie Diekmeier. Niemals aufgeben, Delani.“

Dana dazu: „Das ist natürlich sehr ergreifend, das hat uns sehr bewegt.“ Und: „Es ist wirklich wie nach Hause kommen. Und die Emotionen sind schon immer hoch gewesen, aber heute war es natürlich noch mal dreimal so hoch.“

Diekmeier neben Sky-Reporter Wasserziehr, der das Trikot mit Unterschriften für Delani hochhält

Diekmeier gab unter Tränen ein Sky-Interview

Foto: osnapix / Marcus Hirnschal

Der Familie ist es wichtig, auf Vorsorge hinzuweisen. Dana voller Emotionen: „Ich denke jeden Tag: Wäre ich bloß früher mit ihr zum Arzt gegangen. Dann hätte der Krebs vielleicht noch nicht gestreut und der Tumor wäre vielleicht noch nicht so groß geworden. Ich mache mir ja auch jeden Tag Vorwürfe und frage mich, warum ich erst dann mit ihr gegangen bin und nicht schon ein paar Monate früher.“

Immer wieder weisen die Eltern auf die Stärke und den Kampfeswillen ihrer Tochter hin, bewundern sie. Hoffen außerdem auf das Wunder, dass sie noch gesund wird. Der ehemalige Verteidiger: „Wir müssen positiv denken, den Kopf hochhalten. Ihr Glücksmomente schaffen. Das versuchen wir jeden Tag.“

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