Das Zweitliga-Topspiel zwischen Hertha BSC und Herbstmeister Schalke 04 sollte eine riesige Party im Olympiastadion werden – doch statt der erwarteten Atmosphäre mit 70.000 Zuschauern herrschte eisige Stimmung, und das Stadion leerte sich zusehends. Der Grund: ein Vorfall zwischen Hertha-Fans und der Polizei.
Hertha-Ultras verlassen die Ostkurve
Laut einer offiziellen Erklärung von Hertha BSC gab es vor dem Spiel einen Zwischenfall zwischen der Polizei und den Fans der Berliner vor der Ostkurve.
Der Hertha-Fanhilfe sollen mindestens 30 Fans verletzt worden sein. Es soll sogar Schwerverletzte geben, heißt es.
Die genauen Hintergründe werden noch untersucht. Als Reaktion darauf stellten die Hertha-Ultras ihren Support ein und begannen nach etwa einer Viertelstunde, das Stadion zu verlassen. Die Ostkurve leerte sich, und die aktive Fanszene Berlins packte ihre Fahnen gar nicht erst aus. Auch die Schalker Fans nahmen ihre Fahnen wieder herunter.
Provokante Botschaften der Hertha-Ultras
Besonders auffällig war, dass die Hertha-Ultras aus blauen Pappen das Kürzel „ACAB“ bastelten und es auf die leeren Ränge legten. „ACAB“ steht für „All Cops Are Bastards“, ein Ausdruck des Hasses gegen die Polizei. Zudem waren lautstarke Sprechchöre wie „Alle Bullen sind Schweine“ zu hören.
Mega-Fanmarsch in Leipzig: Deswegen gehen 8000 Ultras auf die Straße
Ruhe im Schalker Lager
Auch bei den Schalkern blieb es ruhig. Aus dem Schalker Lager hieß es, dass es keinen organisierten Support gebe, da es auch dort einen Polizeieinsatz im Heimbereich gab. Rund 20.000 Schalker Fans waren mitgereist, doch die Stimmung blieb zurückhaltend. Zur zweiten Halbzeit feuerten die Schalke-Anhänger ihr Team wieder an.
Am Ende fallen keine Tore. Zwar sind die Berliner aktiver – Winkler (7., 39.) und Cuisance (8., 39., 62.) scheitern aber immer wieder an Torwart Karius.

