Alba übersteht die Hölle von Vechta! Im BBL-Viertelfinale siegen die Berliner im vierten Spiel mit 85:79, gleichen zum 2:2 aus. Spiel fünf: am Mittwoch in Berlin (live auf Dyn).
Knapp 80 Fans begleiten Alba in den Rasta Dome. Die sehen eine starke Berliner Mannschaft. Rataj bringt die Gäste nach perfektem Hermannson-Anspiel mit 28:18 in Front. Auszeit Vechta, obwohl es nur noch 39 Sekunden bis zur Viertelpause sind. Als Kuhse, sonst ein sicherer Dreierschütze, sogar einen Freiwurf verwirft, könnte Alba mit 30:19 in die erste Pause gehen. Könnte. Doch durch einen leichtfertigen Ballverlust von Wood im letzten Angriff verkürzt Bamba per Dunk auf 21:28.
Hermannsson entscheidend: 85:79! Alba überlebt die Hölle von Vechta
Und nach 15 Minuten stellt Pandi mit seinem Layup zum 33:33 alles wieder auf Null.[–> [–>Das Ding ist: Alba macht ein gutes Spiel, kämpft, ist spielerisch variabel und hat die hochkarätigen Vechta-Schützen ganz gut im Griff. Kuhse mit elf Punkten, Verge und Brown nur mit je sechs Zählern. Und trotzdem kann Alba daraus kein Kapital schlagen. Zur Halbzeit steht es 44:44. Im dritten Viertel kann keiner wegziehen. Jonas Mattisseck und Alonzo Verge behaken sich derweil massiv verbal, tauschen aber keine Telefonnummern aus. Bei Mattisseck ist es kalkuliert, bei Verge, der eine kurze Lunte hat, sicher nicht. Trotzdem hängt Verge dem Berliner im letzten Viertel sein fünftes Foul an. Mattisseck verlässt fluchend das Spielfeld. Und hat Glück, dass es nicht noch ein technisches Foul gegen Alba gibt.
Stark: Alba hält Vechta bei nur 16 Punkten im dritten Durchgang, macht selbst aber auch nur 21 und geht mit einer Mini-Führung (65:60) ins entscheidende letzte Viertel. Wird es das letzte Viertel der Alba-Saison? 35. Minute, Alba kann den knappen 71:65-Vorsprung halten. Und als Agbakoko in der 37. Minute auf +10 stellt, hoffen die mitgereisten Alba-Fans zu Recht auf den Sieg. Doch Kuhse und Verge bringen mit zwei Dreiern die Gastgeber auf 76:77 heran. Und Verge trifft 55 Sekunden vor Schluss zum Ausgleich. Der Vechta-Wahnsinn geht weiter …
12 Sekunden vor Schluss die alles entscheidende Szene: Hermannsson fängt einen Verge-Pass auf Pleiß ab. Marschiert einmal durch und sorgt acht Sekunden vor Schluss per Lay-up für das 83:79. Irre, verrückt, genial! „Ein Riesenspiel von uns“, so Hermannsson danach gegenüber SPORTBILD. „Diese starke Vechta-Offensive bei 79 Punkten zu halten, war der Schlüssel zum Sieg.“ Und der Ballgewinn kurz vor Schluss? „Das war der Steal der Saison. Für starke Defense bin ich doch bekannt“, sagt Hermannsson augenzwinkernd.
Beste Spieler: Alonzo Verge (Vechta/ 17 Punkte), Martin Hermannsson (Alba/18 Punkte).

