Co-Trainer wird Ex-Fener-Profi und Ex-Nationalspieler Gökhan Gönül (40). Tedesco war seit Anfang des Jahres ohne Job, nachdem er seinen Posten als belgischer Nationaltrainer nach nur 24 Spielern und einer Pleiten-Serie räumen musste.
Mourinho war in Istanbul nicht mehr zu halten. Nach etwas mehr als einem Jahr musste der Portugiese gehen – die Trennung folgte nach dem bitteren Champions-League-Playoff-Aus gegen Benfica Lissabon (0:0/0:1). In der Europa League wartet auf Fenerbahçe nun unter anderem ein Duell mit dem VfB Stuttgart (23. Oktober, 18.45 Uhr).
Für Tedesco wird das jetzt zu einer Rückkehr. In Stuttgart begann er einst seine Karriere im Jugendbereich. Seine Karriere im Herren-Bereich startete er mit 31 Jahren bei Erzgebirge Aue. Nach nur einem halben Jahr zog es ihn weiter zu Königsblau. Dort führte er Schalke 2018 sensationell zur Vizemeisterschaft und ins Pokal-Halbfinale.
„Ist mir scheißegal“: Emotionaler Rücktritt von Italien-Coach
Nach seinem Aus auf Schalke 2019 zog es den gebürtigen Italiener ins Ausland zu Spartak Moskau. 2021 ging es für ihn zurück in die Bundesliga zu RB Leipzig. Dort holte er 2022 mit dem DFB-Pokal seinen bisher einzigen Titel. Nach der Entlassung im Herbst desselben Jahres folgte das Kapitel Belgien.
Jetzt also Fenerbahçe! Der Klub startete mit zwei Siegen und einem Remis in die neue Saison. Am Sonntag wartet das Topspiel gegen Trabzonspor (19 Uhr). Und die Fans hoffen: Mit Tedesco soll endlich der erste Meistertitel seit 2014 her.
Für drei Trainer, bei denen Fenerbahçe angefragt hatte, kam ein Engagement in der Türkei derzeit nicht infrage: Ange Postecoglou (60/übernimmt bei Nottingham Forest), Luciano Spalletti (66/zuletzt italienischer Nationaltrainer) und Edin Terzic (42/zuletzt BVB).

