Es wird besinnlich im Volkspark – aber garantiert nicht leise. Der HSV Hamburg bestreitet sein letztes Heimspiel 2025, das letzte Aufbäumen vor der EM-Pause im Januar. Knapp 10.000 Zuschauer werden am Dienstag in der Barclays Arena im Volkspark erwartet, wenn der HSV Hamburg die Füchse Berlin (20 Uhr, live bei Dyn/Anzeige) empfängt.

Es ist bereits der dritte Auftritt des HSV in dieser Halle in dieser Saison – und die ersten beiden in der Daikin Handball-Bundesliga hatten es in sich. Gegen den ungeschlagenen Tabellenführer und Champions-League-Sieger Magdeburg gab es einen Krimi-K.o. (29:30), gegen Gummersbach (31:30) ein glückliches Ende. Zweimal Handball-Spannung im Volkspark.

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Der HSV Hamburg muss dafür den Löwen-Lapsus aus den Kleidern schütteln. Das 29:35 am Sonntag bei den Rhein-Neckar Löwen setzte allen zu. Trainer Torsten Jansen, der am Dienstag seinen 49. Geburtstag feiert, sagte danach offen: „Irgendwann habe ich dann auch kapituliert und an die Partie am Dienstag gedacht.“ Das Spiel ist abgehakt, der Fokus liegt auf den Füchsen Berlin – dem Deutschen Meister und Champions-League-Finalisten. Der Mannschaft von Welthandballer Mathias Gidsel.

Ein Gegner mit Tempo und Tiefe – aber auch einer, gegen den der HSV weiß, wie es gehen kann. Im Vorjahr holte Hamburg zu Hause ein 29:29, nahm den Füchsen den Rhythmus und legte Gidsel weitgehend an die Kette.

Im Hinspiel im Oktober traf Gidsel zwar zehnmal, trotzdem sorgte der HSV für eine Liga-Sensation mit dem 39:38 in der Hauptstadt. Hamburg rannte mit, Hamburg traf – 77 Tore in 60 Minuten.

Im Zentrum steht auch diesmal wieder Moritz Sauter. Der Spielmacher gibt dem HSV Struktur und übernimmt Verantwortung. Für ihn wird es ein besonderes Wiedersehen. Sauter wurde 2023 U21-Weltmeister – gemeinsam mit den heutigen Berlinern Nils Lichtlein, Tim Freihöfer, Lasse Ludwig und Matthes Langhoff. Viele Jahre spielten sie zusammen, kennen sich, sind befreundet.

Harte Arbeit im Hinspiel! Einar Olafsson (24/r.) stoppt Welthandballer Mathias Gidsel (26)

Harte Arbeit im Hinspiel! Einar Olafsson (24/r.) stoppt Welthandballer Mathias Gidsel (26)

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Für Sauter am Dienstag zweitrangig. Zu SPORT BILD sagt er: „Wir müssen wieder eklig spielen und es schaffen, die Halle mitzunehmen.“ Und: „Eine harte Abwehr spielen und dann schnell nach vorn. Wir brauchen denselben Spirit wie beim Hinspiel in Berlin. Eine harte Abwehr und dann schnell nach vorn. Im Angriff müssen wir dann unsere Zweikämpfe gewinnen.“

Ein Schlüssel bleibt Mathias Gidsel. Der Welthandballer ist Berlins Antreiber. Schon im Vorjahr zeigte der HSV zu Hause, dass man seinen Einfluss begrenzen kann. Daran soll angeknüpft werden. Sauter sagt über ihn: „Mathias ist der Antreiber. Aber wie man ihn stoppt? Die Frage stellt sich die ganze Handball-Welt.“

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Quelle: DYN

Die Füchse reisen mit klarer Zielsetzung an. Trainer Nicolej Krickau spricht von „Revanchezeit“ und betont die Bedeutung der Partie: „In der Barclays Arena wird das ein brutal wichtiges Spiel. Wenn das Spiel angepfiffen wird, müssen wir All-in gehen. Wir wollen die zwei Punkte in einer wahrscheinlich sehr heißen Atmosphäre holen.“

Beim HSV, der vor der EM-Pause am 27.12. noch beim VfL Gummersbach antreten muss, ist der Einsatz von Co-Kapitän Andreas Magaard (Knie) weiter fraglich.

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