17 Jahr’, auf dem Weg zum Star!

Bei der U19-Handball-WM in Ägypten macht nicht nur die deutsche Mannschaft Spaß, die sich vorzeitig fürs Viertelfinale qualifiziert hat. Auch bei den anderen Mannschaften gibt es Spieler, die gehörig auf sich aufmerksam machen.

Foto: BILD

Allen voran der Slowene Aljus Anžič. Und das nicht nur, weil der Rückraumspieler mit seinen gerade mal 17 Jahren noch in der B-Jugend spielen könnte. Sondern, weil er beim 37:37 gegen Norwegen unglaubliche 23 Tore warf!

Noch stärker: Die 23 Buden gelangen ihm bei gerade mal 25 Versuchen, nur zwei seiner Würfe waren nicht drin.

Handball-Youngster Aljus Anžič wirft 23 Tore in einem Spiel bei U19-WM

Anžič nach der Partie: „Es war wirklich hart. Wir lagen von Anfang an im Rückstand, aber am Ende der ersten Halbzeit kamen wir zurück, verkürzten den Rückstand auf ein Tor und lagen in der zweiten Halbzeit vorne. Es war ein verrücktes Spiel.“ Zur Pause führte Norwegen noch 19:18.

Der Handball-Youngster weiter: „Die ganze zweite Halbzeit führten wir praktisch mit ein oder zwei Toren, es war also knapp. In den letzten zehn Minuten führten wir dann mit drei Toren. Am Ende haben wir, glaube ich, vier Minuten lang kein Tor geworfen, und das war’s dann für uns.“

Anžič stand während der Partie 48 Minuten auf dem Feld, zu seinen 23 eigenen Treffern kommen noch drei Assists hinzu.

Der Slowene, der für RK Celje (europaweit bekannt für seine starke Nachwuchsarbeit) spielt: „Jeder Moment des Spiels, jede Sekunde, es war so schwierig. Ich meine, ich bin mental total am Boden, aber wir werden sehen, was passiert. Wir hoffen, das letzte Spiel zu gewinnen und vielleicht haben wir noch eine Chance.“

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Was er meint: Durch das Unentschieden gegen Norwegen hat das Team kaum noch Chancen auf das Viertelfinale (ab Donnerstag, 14. August). In der Hauptrunde geht’s für den Super-Bubi und seine Slowenen heute noch gegen Frankreich (12 Uhr). Um sich für die nächste Runde zu qualifizieren, brauchen sie einen Sieg. In der Vorrunde spielten sie übrigens gegen Deutschlands U19, verloren aber 25:30.

Der Internationale Handballverband (IHF) bezeichnet die Quote sogar als „Guinness-Weltrekord-Performance“. Den bisherigen Rekord hielt laut IHF Eom Hyo-won aus der Republik Korea, der 2005 18 Tore gegen Serbien erzielte.

Und Anžič, der wegen seiner Glanzleistung auch als „Lamine Yamal (18-jähriger Fußballer des FC Barcelona, der auch für Spanien die 17 auf dem Trikot trug; d. Red.) des Handballs“ bezeichnet wird, cool: „Ich habe einmal 24 Tore gemacht, aber nicht auf diesem Niveau, ganz sicher nicht auf diesem Niveau.“

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