Dank Andi Wolff haben die deutschen Handballer ihr Viertelfinal-Ticket bei der WM sicher. Gegen Italien zeigt der DHB-Keeper seine beste Turnierleistung.

Zwei Tage nach der deutlichen 30:40-Klatsche gegen Dänemark zum Start in die Hauptrunde gewinnt die DHB-Auswahl das „Endspiel“ ums Viertelfinale gegen Überraschungsteam Italien in Herning mit 34:27.

Damit stehen wir vorzeitig in der K.o.-Runde der Handball-WM, weil im Anschluss der dreimalige Weltmeister und Top-Favorit Dänemark gegen die Schweiz locker 39:28 gewinnt.

Unsere möglichen Viertelfinal-Gegner in Oslo am 29. Januar: Portugal, Schweden, Spanien oder Norwegen.

Sieg-Garant ist einmal mehr unser Weltklasse-Wolff (BILD-Note 1), der die Italiener verzweifeln lässt! Denn nach einer schwachen ersten Halbzeit der DHB-Auswahl bringt uns der Keeper auf die Sieger-Straße und so auf Viertelfinal-Kurs!

Dabei ist der Sieg-Druck dem Team von Bundestrainer Alfred Gislason (65) anzumerken. Denn die DHB-Auswahl startet nervös und mutlos. Gegen die offensive Italien-Abwehr leisten wir uns viele schlampige Ballverluste, verzweifeln an Italiens Tor-Gigant Domenico Ebner (30/SC DHfK Leipzig).Der gebürtige Freiburger ist der große Rückhalt der Italiener, hat nach vier Spielen eine WM-Fangquote von 36 Prozent. Auch gegen Deutschland zeichnet er sich früh mit mehreren Paraden aus.

Dabei ist der Ausfall von unserem Spielmacher Juri Knorr (24) zu spüren. Der Star der Rhein-Neckar Löwen leidet unter einem hartnäckigen Infekt, liegt mit Fieber flach. Er hatte schon nach der Dänemark-Pleite über Halsschmerzen geklagt. Auch Linksaußen Rune Dahmke (31/THW Kiel) fällt mit einem Infekt aus.

Die DHB-Auswahl rennt ab der 3. Minute einem Rückstand hinterher, liegt zwischenzeitlich sogar mit drei Toren zurück (4:7). Aber wir kommen immer besser in die Partie, führen nach 23 Minuten erstmals mit zwei Toren (12:10).

Und die Italiener sind mit ihrem unorthodoxen Angriff ohne Kreisläufer nicht mehr so treffsicher, wie noch zu Beginn. Gegen Wolff bleiben sie zwischenzeitlich sogar sechs Minuten ohne eigenen Treffer. Mit mehreren Paraden hält Wolf unsere Pausen-Führung fest (15:13).

Diesen Vorsprung geben wir in der zweiten Hälfte nicht mehr her. Im Gegenteil: Die DHB-Auswahl setzt sich immer weiter ab, sorgt für deutliche Verhältnisse.

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Auch auf Franz Semper (27/SC DHfK Leipzig), der für Knorr in den 16er-Spieltags-Kader rückt, ist Verlass. Denn Semper (BILD-Note 1) trifft seine ersten drei Würfe. Dabei war er bislang als Nr. 17 bei der Weltmeisterschaft nur außen vor, hatte seit Beginn der Weltmeisterschaft Probleme mit Adduktoren und funktionelle Beschwerden.

Neben dem Viertelfinal-Ticket können sich unsere Handball-Stars auch über eine Prämie in Höhe von 60.000 Euro freuen. Doch die deutschen Handballer wollen an das große Geld. Für den WM-Titel würde es 475.000 Euro geben.

Nach dem Sieg wird der DHB die Mannschaft am Abend im WM-Quartier in Silkeborg zum Essen ins „Evald“ einladen.

Im letzten Hauptrundenspiel am Samstag gegen Tunesien (20.30 Uhr, ZDF) kann sich die DHB-Auswahl dann für das Viertelfinale warm werfen …

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