Stell dir vor, es ist Handball-WM. Aber kaum einer geht hin.

So geschehen zum Start der Hauptrundengruppe I (mit Deutschland) im dänischen Herning. Zugegeben: Das Spiel der Schweiz gegen Tunesien (am Ende 37:26) ist nicht unbedingt der Straßenfeger. Aber wenn sich in der Halle, in die bis zu 15000 Fans passen, beim Anpfiff nur ein paar 100 (vorrangig Schweizer) Fans verlieren, dann hat das schon was von Kreisliga.

Handball-WM: Quietsch-Alarm beim Sieg der Schweizer

Und deshalb war gar das nervige Quietschen der Spielersohlen auf der Handballplatte so deutlich zu hören, dass es in den Ohren schmerzte. Am Ende holte die Schweiz den ersten Sieg in der Hauptrunde gegen überforderte Tunesier, die bei der Weltmeisterschaft 2005 im eigenen Land sogar mal Vierter waren.

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In der Anfangsphase halten die Nordafrikaner den Rückstand noch in Grenzen – weil vor allem Torwart Yassine Belkaid performt, der unter anderem gegen Lukas Laube gleich doppelt pariert. Doch vorn häufen sich die Fehler, sodass die Schweizer, die in der Vorrunde gegen Deutschland verloren, immer wieder zu schnellen Tempotreffern kommen.

Samuel Zehnder erzielt dann die erste Fünf-Tore-Führung (11:6/19.), die sehr zur Freude von Trainer Andy Schmid kontinuierlich ausgebaut wurde. Mit 20:11 geht es in die Pause.

Beim 30:19 (45.) war dann auch der Arbeitstag von Magdeburg-Star Portner im Tor der Schweizer beendet, der sich herzlich grinsend mit Schmid umarmte. Jannis Scheidiger kam, der eigentlich nur auf den starken Islem Jbeli aufpassen musste. Der machte am Ende elf Tore.

Mitten ins Gesicht: Für diesen 7-Meter-Treffer zeigt er sofort ROT

Teaser-Bild

Quelle: DYN

Tunesien bleibt ohne Punkt in der Hauptrunde, die Schweiz kommt nun auf drei. Am Ende werden aber beide Mannschaften wohl nichts mit dem Viertelfinale zu tun haben. Nur die ersten beiden Teams der Sechsergruppe kommen weiter. Und neben Deutschland spielt in dieser Gruppe auch noch Dänemark mit.

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