Nach dem Abpfiff huschte Juri Knorr (24) mit einem Handtuch um den Hals durch die Mixed-Zone und wollte keine Interviews geben.
Hatte ihm die Klatsche gegen Dänemark (30:40) im ersten Hauptrundenspiel bei der Handball-WM so zugesetzt? Sicher auch. Der Hauptgrund war jedoch ein anderer. Und das muss die Fans der deutschen Handballer vor dem „Endspiel“ ums Viertelfinale am Donnerstag gegen Italien in Sorge versetzen.
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Handball-WM: Neue Sorgen um Juri Knorr
Der DHB-Spielmacher sagte noch schnell im Vorbeigehen: „Ich habe Halsschmerzen, nehmt es mir nicht übel. Ich möchte heute nicht sprechen.“ Bundestrainer Alfred Gislason (65) wurde konkreter. Er verriet: „Juri war angeschlagen. Er ist erkältet. Das wussten wir schon vor dem Spiel. Wir wollten ihm so viele Pausen geben wie möglich. Juri hat sehr gut angefangen, dann aber nicht mehr so wirklich seine Leistung gefunden.“
Knorr, der in der Bundesliga noch für die Rhein-Neckar Löwen spielt und im Sommer ins dänische Aalborg wechselt, kam bei sechs Versuchen nur auf zwei Treffer und spielte weit unter seinen Möglichkeiten.
Dr. Marcus Schönaich (49, Mannschaftsarzt von TSV Hannover-Burgdorf) soll ihn nun schnell wieder fit bekommen. Er hat die Turnierbetreuung von Dr. Philip Lübcke (49, THW Kiel) übernommen, der nach EM und Olympia dieses Mal aussetzt.
Erste WM-Niederlage: Heftiger Dänen-Dämpfer für unsere Handballer
Bereits nach dem Auftaktspiel gegen Polen war die Sorge um den deutschen Star groß. Der war während des Spiels auf einer Werbefolie weggerutscht und hatte sich dabei am Knie verletzt. Stunden später folgte die Entwarnung. „Wir haben die Breite im Kader, aber Juri ist schwer zu ersetzen für uns. Er ist unser Mittelmann Nummer eins“, hatte Gislason damals gesagt.
Und er wird gebraucht, um mit einem Sieg gegen Italien das Viertelfinale klarzumachen. Das letzte Hauptrundenspiel gegen Tunesien sollte dann nur Formsache sein.


