Alles wieder offen in dieser unglaublich ausgeglichenen WM-Gruppe!

Kroatien fertigt bei der Handball-WM in Zagreb vor 15 000 frenetischen Fans Geheim-Favorit Island mit 32:26 (20:12) ab und ist plötzlich wieder mittendrin im Rennen ums Viertelfinale.

Was für ein Kracher-Spiel, was für eine Klatsche für Island!

Lustigstes WM-Interview: Handball-Profi schmettert ein Ständchen

Quelle: DYN

Wenn einer weiß, wie man die Isländer schlägt, dann ein Landsmann – Kroaten-Trainer Dagur Sigurdsson (51). Der Ex-Bundestrainer, der Deutschland 2016 zum Europameister machte, hat seine Jungs perfekt eingestellt auf dieses für ihn auch so prestigeträchtige Spiel gegen sein Heimatland Island.

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Schon vor der Partie sagt Kroaten-Legende Blaženko Lacković (44/Co-Trainer beim HSV Hamburg) bei Sportdeutschland.TV: „Wir sind richtig angezündet, die Hütte wird brennen. Domagoj Duvnjak und David Mandić sind zurück im Team. Das macht uns stärker. Aber dadurch, dass Ägypten gegen Slowenien gewonnen hat, müssen wir hoch gewinnen, wir müssen die ganze Arena wach machen.“

Das gelingt gleich von der ersten Minute an. Trainer Schlitzohr Sigurdsson lässt eine 5:1-Deckung gegen die flinken Isländer spielen, mit dieser Härte kommen die Island-Stars überhaupt nicht klar. Dazu kämpfen sie 60 Minuten lang gegen ein Pfeif- und Gesangskonzert der kroatischen Fans an.

Schnell führt Kroatien mit 11:5 (16.), zur Halbzeit sind es schon acht Tore Vorsprung (20:12). Irre Abwehr, irres Tempo, wunderschöne Tore und dazu unglaubliche 17 Paraden von Dominik Kuzmanović (23) vom VfL Gummersbach sorgen für einen Start-Ziel-Sieg. Er wird auch als Spieler des Spiels gekürt. Zwischenzeitlich beträgt der Vorsprung sogar mehrmals zehn Tore (27:17/45.).

Ex-Bundestrainer lässt Kroatien wieder träumen

Blaženko Lacković: „Die Kroaten werden Dagur Sigurdsson dafür lieben. Nach der Niederlage gegen Ägypten war die Kritik nicht sehr groß, man freut sich, dass er unser Coach ist.“ Sportdeutschland.TV-Experte Paul Drux (29), spielte unter Sigurdsson bei den Füchsen Berlin, über seinen Ex: „Auch wenn er angeblich mit Flensburg gesprochen haben soll, das kann ich mir nach diesem Abend nicht vorstellen.“

Drux schwärmt: „Da hat sich Dagur wieder etwas Gutes einfallen lassen gegen diese spielstarken Eins-gegen-Eins-Spieler aus Island. Die kommen gar nicht zum Zug. Die Kroaten haben ihren Heimvorteil perfekt ausgenutzt und Island kam mit der unglaublichen Hallen-Atmosphäre gar nicht klar.“

Kroatien muss im letzten Spiel um den Einzug ins Viertelfinale nun gegen Slowenien am Sonntag (20.30 Uhr) gewinnen. Denn alle drei, Kroatien, Ägypten und Island haben nun sechs Punkte. Gewinnen alle ihre Partien, zählt der direkte Vergleich der Drei. Und da liegt Kroatien dank des besten Torverhältnisses aus den Spielen untereinander vorne.

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