Nach dem Punktgewinn in Eisenach hatten sich die Spieler des HC Erlangen ein freies Wochenende verdient. Viggo Kristjansson nutzte das frühlingshafte Wetter für einen Bummel mit Ehefrau Sunna und seinen drei Kindern. Und genoss seine historische Marke noch einmal ganz besonders.
Viggo Kristjansson erzielt sein 1000. Bundesligator
Gegen die Thüringer gelang dem isländischen Nationalspieler nämlich sein 1000. Tor in der Handball-Bundesliga. Es war ein verwandelter Siebenmeter kurz vor der Pause zum 10:13. In der zweiten Halbzeit kam zwar nur noch ein Treffer hinzu. Für ein Remis reichte das dem HCE dennoch. „Gern hätte ich aber noch den ein oder anderen Treffer mehr gemacht“, hadert Kristjansson. „Aber das mit dem Punkt ist okay. Wir wollen nicht in den Abstiegskampf hineingezogen werden.“
Seit 2019 spielt der Rückraumspieler in der Bundesliga. Zunächst beim SC DHfK Leipzig, dann bei der HSG Wetzlar, danach beim TVB Stuttgart. Er kehrte noch einmal nach Leipzig zurück, um dann inmitten der letzten Saison nach Erlangen zu gehen, wo er letztlich der Garant für den Klassenerhalt war. „Aber dass ich mal 1000 Tore in der Bundesliga machen würde, hätte ich nie gedacht“, gibt er zu. „Das ist schon eine starke Marke, die noch nicht ganz viele geschafft haben.“ Bisher sind es erst 130 Spieler, die in diesen exklusiven Klub vorgestoßen sind. Wobei der frühere Berliner Hans Lindberg mit 3114 Toren in 500 Spielen an der Spitze wohl einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt hat.
Kristjansson im Klub der 1000er – er hat es zum Glück noch rechtzeitig bemerkt: „Erst zwei, drei Tage vor dem Spiel in Eisenach hatte mich meine Frau darauf aufmerksam gemacht. Sie hatte es irgendwo gelesen. Beim Siebenmeter wusste ich dann genau, dass ich diese Marke knacken konnte.“ Und die will er gern noch ein bisschen nach oben schrauben. Aufsteiger GWD Minden ist am 8. März nächster Gegner. „Da haben wir noch eine Rechnung offen“, droht er. „Das Hinspiel haben wir mit einem Tor verloren.“

