Dieses Versehen wird höchstwahrscheinlich Punkte kosten. Am Wochenende gewannen die Rhein-Neckar Löwen in der Daikin Handball-Bundesliga 32:30 gegen den TBV Lemgo Lippe. Die zwei Punkte wandern aber wahrscheinlich rückwirkend nach Ostwestfalen. Grund: Bei dem auf dem Spielberichtsbogen geführten Mannheimer Adam Jozsa (17) fehlte offenbar die unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarung.
Rhein-Neckar Löwen müssen um Punkte zittern
Das wurde zuletzt in der 2. Liga bereits dem TV 05/07 Hüttenberg zum Verhängnis. Der Klub gewann gegen TuSEM Essen 37:34. Dennoch wird das Spiel wie ein Sieg für Essen gewertet, denn Hüttenberg hatte sich ebenfalls einen formellen Verstoß gegen die Anti-Doping-Schiedsvereinbarung erlaubt. In dem Fall soll es sich um Julius Gümbel handeln, der diese Vereinbarung ebenfalls nicht unterschrieben hatte.
Nach Informationen von SPORT BILD will sich die HBL noch am Dienstag zu diesem neuen Fall äußern, zunächst noch eine Stellungnahme der Rhein-Neckar Löwen abwarten. Die neue Vereinbarung der HBL gilt seit dem 1. Januar dieses Jahres. Darin ist unter anderem geregelt, dass alle Streitigkeiten, die sich in Zusammenhang mit für die HBL geltenden Anti-Doping-Bestimmungen ergeben, unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges in erster Instanz durch das Deutsche Sportschiedsgericht der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS) entschieden werden. Zudem wird dem Deutschen Sportschiedsgericht die Befugnis übertragen, Sanktionen wegen Verstößen gegen anwendbare Anti-Doping-Bestimmungen auszusprechen.
Wirklich dramatisch wäre der Punktabzug für die Löwen im Mittelfeld der Tabelle nicht. Für Lemgo dagegen würde sich damit die Chance auf die Champions-League-Plätze wieder verbessern.

