Das letzte Heimspiel der Saison wird für den SC Magdeburg zur großen und emotionalen Tor-, Meister-, und Abschiedsparty! Das Team von Trainer Bennet Wiegert besiegt den VfL Gummersbach mit 38:35. Doch das ist an diesem Abend nebensächlich beim seit zwei Spieltagen feststehenden Champion.
Um 22:01 Uhr ist es soweit: SCM-Kapitän Christian O‘Sullivan bekommt die Meisterschale der Daikin Handball-Bundesliga überreicht – zum dritten und letzten Mal. Der Norweger verlässt den Klub nach zehn Jahren, wie der SCM am Vormittag des Spieltages bekannt gab. Was für ein emotionaler und perfekter Abschied für den 34-Jährigen, der noch nicht verraten wollte, wo und wie es für ihn weitergeht.
Das letzte Tor der Partie darf er werfen. Unter „Sulli, Sulli“-Sprechhören stehen die Gummersbacher Spalier und lassen ihn unbedrängt zum Endstand treffen – großartige Geste!
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Der VfL um Start-Sieben-Comebacker Julian Köster schickt sich zuvor lange Zeit an, den Partycrasher zu spielen, führt über weite Strecken des Spiels, muss sich erst in der Schlussphase geschlagen geben. Besonders stark bei den Gästen: Torwart Dominik Kuzmanovic mit zwölf Paraden, darunter drei gehaltene Siebenmeter. Gut für den SCM: Der erst 23 Jahre alte Kroate hütet ab der kommenden Saison den Kasten der Magdeburger, die ihre weiße Heimweste wahren (16 Siege, 1 Remis gegen Kiel).
Kuzmanovic kommt und wird Nachfolger von Sergej Hernandez und Nikola Portner, der gegen Ende der Partie noch einmal ran darf und sich mit zwei gehaltenen Siebenmetern verabschiedet. Die Halle tobt, skandiert „Niko, Niko“.
Manuel Zehnder (GOG Handbold), Tim Zechel (TSV Hannover-Burgdorf) und Sebastian Barthold (Mors-Thy Handbold) verabschieden sich ebenfalls. Dazu beendet Tim Hornke („Bin schon etwas wehmütig“) seine Karriere und komplettiert den Umbruch im Team.
Doch vorher wollen alle noch einen weiteren Titel feiern. In zehn Tagen ist der SCM beim Champions-League-Final4 dabei, trifft im Halbfinale auf die Füchse Berlin – und hat fest vor, das Double perfekt zu machen.

