Bei der EM im Beach-Handball im türkischen Alanya triumphierte Deutschland im Finale gegen Spanien. Aber was war das dramatisch!
Wie bereits im gewonnenen Halbfinale gegen Weltmeister Kroatien ging auch diesmal der erste Satz verloren – 18:22. Doch die zweite Hälfte holten sich die Deutschen 23:19. Auch, weil gegen Spanier Alberto Castro ein Stürmerfoul gepfiffen wurde. Aua, er traf Hendrik Prahst an einer für Männer ganz empfindlichen Stelle. Er wurde kurz behandelt, die Betreuer grinsten sich dabei eins. Prahst machte weiter.
Handball: Deutschland ist Beach-Europameister
Nach dem 1:1 nach Sätzen musste die Entscheidung letztlich im Shootout fallen. Und sie fiel auch da erst in der Verlängerung, nachdem bei den ersten fünf Schützen Spaniens Daniel Serrano und Deutschlands Dominik Winzer Manso scheiterten. Der 12. Versuch brachte dann jedoch die Entscheidung. Der Wurf von Mario Miranda (19), dem jüngsten Spieler der Spanier, blieb im Sand liegen.
Zuvor holten die deutschen Frauen um Lucie-Marie Kretzschmar im kleinen Finale Platz 3. Das Spiel gegen die Niederländerinnen war jedoch genauso irre spannend.
Frauen holen Bronze bei Beach-EM im Handball
Nach dem 23:18 im ersten Satz und dem 18:20 im zweiten Satz musste auch da der Shootout die Entscheidung bringen. Isabel Kattner (VfL Waiblingen) blockte erst in der Verlängerung den Wurf des Gegners – der Sieg!
Im Halbfinale war Norwegen für die Titelverteidigerinnen allerdings nicht zu schlagen. Es war auch das Ende einer imposanten Serie: Seit 2021 wurde alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt – zwei Europameisterschaften (2021, 2023), zwei Weltmeisterschaften (2022, 2024) und die World Games (2023).
Bronze war da zumindest ein kleiner Trost.


