Schwach begonnen, stark aufgehört.
Die MT Melsungen müht sich in der Handball-European-League zum Glanzlos-Heimsieg gegen Ferencvaros Budapest. Die Hessen feiern beim 33:27 ihren dritten Sieg im dritten Spiel.
Knie-Schock in der HBL: Handball-Star sackt plötzlich zusammen
Und das nach einem kompletten Schlaf-Start. Die MT liegt nach fünf Minuten mit 0:4 zurück. Nicht nur die 2.151 Fans in der Kasseler Rothenbach-Halle reiben sich verwundert die Augen. Auch Trainer Roberto Garcia Parrondo. Er reagiert mit der ersten Blitz-Auszeit.
Doch besser wird es erstmal nicht. Melsungen kassiert sogar noch das 0:5, der krasse Außenseiter aus Ungarn nutzt seine Chancen gnadenlos. Was ist denn hier los?
Erst in der 6. Minute kommt der Bundesligist erstmals auf die Anzeigetafel – und knabbert danach den Rückstand nach und nach ab. Nach 21 Minuten fällt der erstmalige Ausgleich. Zur Pause ist die Partie wieder offen: 15:15 – trotz gleich neun Fehlwürfen und sieben technischen Fehlern aufseiten der Gastgeber.
Überragender Mann bis dato auf der Platte: Budapests Gabor Ancsin (2009-11 für die Rhein-Neckar Löwen aktiv) mit sechs Treffern.
Nach der Pause geht die MT direkt und erstmals überhaupt in Führung. Und bekommt die Partie allmählich in den Griff, obwohl die Fehlwurfquote zunächst hoch bleibt.
Gegen Ende geht den frech aufspielenden Gästen etwas die Luft aus – auch weil Topscorer Ancsin weniger Spielzeit bekommt und nunr noch einen weiteren Treffer erzielt –, sodass der MT-Sieg doch noch deutlich ausfällt. Entscheidend am Ende: Die deutlich verbesserte Chancenverwertung von 65 Prozent in Halbzeit eins auf 82 Prozent in Halbzeit zwei. Erfolgreichster Melsunger Werfer: Arnar Arnarsson mit sechs Treffern.
Kurios: In der ersten Halbzeit liegt Melsungen nicht ein einziges Mal in Führung, im zweiten Durchgang gilt das für die Ungarn.
European-League-Ergebnisse vom Dienstag mit deutscher Beteiligung
Potaissa Turda – [–>SG Flensburg/Handewitt[–> 26:33
BSV Bern Muri – [–>THW Kiel[–> 27:35
TSV Hannover-Burgdorf[–> – IK Sävehof 27:25

