„Halbfinale! Verdammt genial!“ Das schreibt Gisli Kristjansson auf seinem Instagram-Kanal. Mit Island hat sich der Star von Bundesliga-Spitzenreiter SC Magdeburg nach 16 Jahren wieder mal für ein EM-Halbfinale qualifiziert. Nach dem entscheidenden Sieg in Malmö gegen Slowenien steht nun der Umzug nach Herning an, wo am Freitag (20.30 Uhr, live bei Dyn/Anzeige) Top-Favorit Dänemark der Gegner ist.
Handball-EM: Halbfinale wird zum Klassentreffen der Stars aus der Bundesliga
Und das wird dann gleich mal eine Art Klassentreffen der Stars aus der Daikin Handball-Bundesliga. Neben Kristjansson steht für Island mit Omar Ingi Magnusson ein weiterer Magdeburger auf der Platte. Einar Thorsteinn Olafsson präsentiert den HSV Hamburg, Haukur Thrastarson die Rhein-Neckar Löwen, Teitur Örn Einarsson und Ellidi Snaer Vidarsson den VfL Gummersbach, Viggo Kristjansson und Andri Runarsson den HC Erlangen, Arnar Freyr Arnarsson die MT Melsungen und Ymir Örn Gislason Frisch Auf Göppingen. Macht zehn Mann aus der Bundesliga! Wobei Nummer elf, Magdeburgs Elvar Örn Jonsson, ja bereits verletzt abreisen musste. Magnusson sagte bei Dyn: „Das war ein großer Schritt für die Mannschaft. Es ist lange her, dass wir so weit gekommen sind, daher fühlt es sich wirklich gut an. Jetzt haben wir noch eine Aufgabe vor uns, daher müssen wir weiterhin konzentriert bleiben.“ Die Dänen dürften gewarnt sein.

Mathias Gidsel zerlegte im letzten Hauptrundenspiel mit Dänemark auch Norwegen
Bei denen natürlich Welthandballer Mathias Gidsel (Füchse Berlin) über allem schwebt. Füchse-Kollege Lasse Andersson unterstützt ihn dabei. Die SG Flensburg-Handewitt hat allerdings das Übergewicht im Team. Mit Kevin Møller, Emil Jakobsen, Niclas Kirkeløkke, Simon Pytlick und Lasse Møller sind gleich fünf Spieler vom Sieger der European League dabei. Magnus Landin vertritt den Nord-Rivalen THW Kiel, Frederik Bo Andersen den HSV Hamburg und Magnus Saugstrup den SC Magdeburg. Macht ebenfalls zehn Bundesliga-Stars! Nummer 11 wäre Lukas Jørgensen, der Kreisläufer aus Flensburg verletzte sich allerdings schon in der Vorrunde schwer am Knie. Und auch die beiden Trainer kennt man durchaus auch in Deutschland. Dänemarks Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen (54) arbeitete jahrelang als Bundesliga-Trainer bei den Rhein-Neckar Löwen, Islands Nationalcoach Snorri Steinn Guðjónsson (44) war als Spieler beim TV Großwallstadt, bei GWD Minden und den Rhein-Neckar Löwen auf der Platte.


