Eisenach setzt ein Zeichen im Abstiegskampf der Daikin Handball-Bundesliga, gewinnt am Freitagabend in der Werner-Assmann-Halle gegen Aufsteiger Minden mit 33:28 (17:17).
Damit haben die Thüringer bereits sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Das hätten die wenigsten Experten der Mannschaft von Trainer Sebastian Hinze vor Saisonbeginn nach dem Riesenumbruch zugetraut.
Offener Schlagabtausch bis zur Pause
Auch gegen Minden legten die Wartburgstädter los, wie die Feuerwehr.
Nach sechs Minuten führten die Hausherren mit 4:1. Die Weichen schienen früh gestellt. Doch danach schluderten die Hinze-Schützlinge mit ihren Chancen, ebneten so den Gästen den Weg zurück ins Spiel. Nach 20 Minuten schockten die Mindener den ThSV: Niclas Heitkamp gelang die erste Führung für Grün-Weiß, 10:11.
Bis zur Pause blieb es ein offener Schlagabtausch. In die Kabinen ging es mit 17:17 – aber nur weil Felix Aellen mit dem Schlussgong noch einen Geistesblitz zum Ausgleich hatte.
Nach dem Seitenwechsel schalteten die Hausherren aber wieder einen Gang nach oben. Von 18:18 ging es auf 26:20 binnen 15 Minuten. Eisenach drehte auf – und Minden verlor den Anschluss. Bemerkenswert: Eisenach zeigte sich variabel und damit ausrechenbar im Angriffsspiel. Die Führung warfen fünf verschiedene Schützen heraus.
Der beste Werfer des Abends auf Eisenacher Seite war am Ende wieder einmal der Schweizer Neuzugang Felix Aellen. Er traf achtmal ins Schwarze. Das Fundament für den Sieg legte aber auch Kultkeeper Silvio Heinevetter, der kurz nach seinem 41. Geburtstag sieben Paraden zeigte.
Eisenach verwaltete den Vorsprung bis zum Ende, gewann 33:28. Weiter geht’s für den ThSV am 8. November (20 Uhr) in Erlangen, Minden hat am selben Tag Heimspiel gegen Melsungen.


