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Handball-Deutschland fiebert dem Knallerspiel entgegen. Am Samstag (16.05 Uhr live bei Dyn/Anzeige und in der ARD) erwartet Tabellenführer SC Magdeburg den Titelverteidiger und ersten Verfolger Füchse Berlin zum Gipfeltreffen in der Daikin Handball-Bundesliga.

Thema ist die Top-Partie natürlich auch im Dyn-Talk „Harzblut“. Die Ex-Weltklasse-Profis Stefan Kretzschmar, Pascal Hens und Mimi Kraus diskutieren mit Moderator Florian Schmidt-Sommerfeld darüber, ob die Füchse in Magdeburg was ausrichten und damit das Meisterrennen nochmal spannend machen können.

Für Hens ist klar: „Wenn die Füchse nochmal ansatzweise schnuppern wollen, müssen sie das Spiel in Magdeburg gewinnen, um dann auf vier Punkte ranzukommen. Ob das den SC Magdeburg aber wirklich nochmal zum Nachdenken und zum Wanken bringt, glaube ich nicht so richtig.“

Seine Einschätzung für das direkte Duell: „Die Vorzeichen stehen schon Richtung Magdeburg und sie sind für mich leichter Favorit, weil sie zu Hause spielen. Für die Füchse ist es ein doppelt wichtiges Spiel, auch mit Blick auf die Champions-League-Teilnahme nächstes Jahr. Da könnte man ein Ausrufezeichen setzen, wenn man es schafft, in Magdeburg zu gewinnen.“

Hens weiter: „Ich freue mich sehr auf den Knaller. Letztes Jahr ging die Meisterschaft ganz knapp nach Berlin. Da waren die Magdeburger natürlich not amused. Und jetzt gibt es die große Revanche am Samstag.“

Kretzsche vor Handball-Kracher: „Magdeburgs Nimbus ist angeknackst“

Für Ex-Nationalmannschaftskollege Kraus ist die Titelfrage schon jetzt geklärt: „Quintessenz ist, Magdeburg wird eh Meister, egal ob sie das Spiel gewinnen oder verlieren. Ich glaube wirklich auch nicht, dass Magdeburg das Ding zu Hause verliert.“

Ex-Füchse-Sportboss Kretzschmar ist sich da nicht ganz so sicher: „Ich weiß noch nicht, wie ich den SC Magdeburg 2026 einschätze. Dieser Nimbus der Unbesiegbarkeit aus der Hinrunde, der ist nach drei Niederlagen und einem Unentschieden ein bisschen angeknackst. Diese Dominanz der Magdeburger und ob sie eventuell noch mal ins Nachdenken kommen könnten – das will ich nicht mehr ausschließen.“ Wenngleich er einschränkt: „Das Restprogramm der Madgeburger ist eigentlich nicht schwierig genug.“

Foto: BILD

Für das Gipfeltreffen rechnet Kretzsche seinem Ex-Klub dennoch Siegchancen aus. Vor allem aus zwei Gründen: „Ich glaube A haben die Füchse das Hinspiel noch im Kopf, wo die Magdeburger sie in der Schmelinghalle geschlachtet haben (32:39-Pleite kurz nach Kretzschmars Entlassung in Berlin, d. Red.) und B finde ich, dass die Berliner momentan den attraktivsten und schnellsten Handball spielen, während die Magdeburger ein bisschen ins Stocken geraten.“

Kretzsche weiter: „Jetzt wissen wir natürlich alle, was Magdeburg kann und was Bennet Wiegert die ganze Woche dieser Mannschaft einflößen wird im Hinblick auf diesen Samstag. Aber ich traue es Berlin zu, mit der Qualität, die sie momentan haben, mit dem Handball, den sie momentan spielen, dass sie Magdeburg tatsächlich nochmal schlagen können.“ Es würde der Spannung an der Spitze definitiv guttun.

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