Bleibt er, bleibt er nicht? Geht er, geht er nicht?

Die Vertragssituation um Dejan Milosavljev (29) ist bei den Füchsen Berlin immer noch ungeklärt. Jetzt geht es für den Meister-Torhüter am Donnerstag in der Champions League zum KS Kielce (18.45 Uhr, live bei Dyn/Anzeige). Das ist ausgerechnet der polnische Klub, der seit Monaten an Milosavljev baggert.

Es gab sogar Gerüchte, Kielce und Milosavljev wären sich einig und der Transfer quasi perfekt.

Foto: BILD

Dem scheint nicht so zu sein. Offenbar wird um den Vertrag, der im Sommer 2026 ausläuft, immer noch gepokert.

Geschäftsführer Bob Hanning (52) gab am 5. September – an dem Tag stellte er Nicolej Krickau (38) als neuen Trainer und Sportchef vor – zu: „Jeder weiß, dass die Personalie Dejan bei uns wackelt. Vielleicht verlassen uns auch noch ein bis zwei Spieler, wenn die Leute Erfolg haben, arbeiten sie ja nicht für weniger Geld. Deshalb habe ich jemanden wie Nicolej gebraucht, der mir jetzt diese Arbeit abnimmt.“

Diese Personalie hat bei den Berlinern zurzeit höchste Priorität, ist aber doch noch nicht in Sack und Tüten. Obwohl Milosavljev gegenüber SPORT BILD immer wieder betont, wie wohl er sich mit seiner Familie (Frau und zwei Kinder; d. Red.) im Verein und in Berlin fühlt. Er fragte sogar bei SPORT BILD nach, ob der Verein schon öffentlich etwas zu seinem Vertrag gesagt habe.

Handball: Vertragspoker um Dejan Milosavljev

Direkt auf Kielce oder einen neuen Vertrag bei den Berlinern angesprochen, sagt Milosavljev: „Ich habe es schon beim Fernsehen nach dem Melsungen-Spiel gesagt. Das ist für den Verein und mich noch eine große Baustelle. Ob Kielce oder Berlin? Ich kann zu dem Thema gar nichts sagen. Mein Fokus liegt zurzeit nur auf dem Spielfeld bei den Füchsen Berlin, da will ich einhundert Prozent Leistung bringen.“

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Quelle: DYN

Bei den Füchsen hatte Milosavljev bis zum Saison-Start laut damaligem Sportchef Stefan Kretzschmar (52) keine Abgangsgedanken hinterlegt. Damals sagte Kretzschmar: „Gerüchte gibt es seit einem Jahr. Ich gebe da nichts drauf, bevor mir Dejan das nicht persönlich sagt.“

Der neue Sportliche Leiter Krickau sagt dazu: „Ja, in unserem Kader gibt es noch Fragezeichen. Natürlich würden wir gern solche Spieler behalten, sie haben eine lange Berliner Kultur, aber auch lange Karrieren, wo die Spieler selbst über ihre Zukunft entscheiden. Wir sprechen mit ihnen, müssen aber auch auf dem Markt sein.“

Der Vertragspoker und Trainerwechsel wirkte sich offenbar in den ersten Spielen auf Milosavljevs Leistungen aus. Er zeigte nicht sein Top-Niveau aus der letzten Saison. Seit zwei Spielen (Aalborg und Melsungen) ist der serbische Nationalspieler wieder voll da: „Ich bin fit, gesund und hatte eine super Vorbereitung. Ich wusste, dass meine Zeit wieder kommt, vier bis fünf Bälle müsste ich sicherlich mehr halten. Aber wir funktionieren immer besser zusammen. Wenn die Abwehr stimmt, ist es auch leichter für mich.“

Zum Trainerwechsel sagt er: „Das war nicht leicht für mich, ich habe fünf Jahre mit Jaron Siewert gut zusammengearbeitet, er war erst mein zweiter Trainer im Profigeschäft. Aber ich muss professionell bleiben und fokussiert auf den Handball, jetzt braucht der neue Trainer und die Mannschaft meine Hilfe auf dem Feld.

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