Die Füchse Berlin stellen sich in der Champions League selbst ein Bein. Mit dem schlechtesten Auftritt dieser Saison verliert der deutsche Vizemeister in Wisla Plock 27:32 (11:19).

Vor 5400 Fans in der polnischen Orlen-Arena bringt die Rückkehr von Kapitän Max Darj (33), fiel seit Anfang Januar mit einer Knie-Verletzung aus, den Berlinern kein Glück. Nach dem Hinspiel-Sieg (25:24) kassieren die Füchse eine bittere Pleite. Die direkte Quali fürs Viertelfinale in der Königsklasse ist wieder in weite Ferne gerückt.

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So eine erste Hälfte hat wohl keiner erwartet. Die Taktik von Trainer Jaron Siewert (31), seinen Superstar Mathias Gidsel (26) zunächst zu schonen (leichte Magenprobleme) und erst nach 14 Minuten ins Spiel zu bringen, geht nach hinten los. Als der Däne in die Partie kommt, liegen die Füchse schon 5:9 hinten.

Doch genau wie seine Kollegen zuvor findet der Welthandballer nicht ins Spiel. Die Berliner verballern reihenweise ihre Chancen, spielen katastrophale Fehlpässe, werfen völlig frei am Tor vorbei oder scheitern mit schlechten Würfen am isländischen Keeper Viktor Hallgrímsson (23). Es scheint, die Füchse sind mit dem Kopf schon beim Spiel am Sonntag. Da kommt es in der Daikin Handball-Bundesliga zum Kracher gegen Flensburg (15 Uhr Welt.TV, Bild.de und Dyn)

Es ist die schlechteste Halbzeit der Füchse in dieser Saison

Unglaublich, die Angriffseffektivität liegt nur bei 52 Prozent. In den ersten 16 Minuten leisten sich die Füchse schon sieben Fehlwürfe. Nach 20 Minuten sind es bereits sechs Tore Rückstand (7:13), nach 27 Minuten sogar neun (!). Was ist nur mit den Berlinern los? Die schlagen sich an diesem Champions-League-Abend selbst. In die Pause geht’s mit 11:19.

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In der zweiten Hälfte reißen sich die Füchse noch einmal ein wenig zusammen, doch die schlechte erste Halbzeit können sie sich nicht aus den Trikots spielen. Trainer Siewert hat nach 41 Minuten bereits alle Auszeiten aufgebraucht. In der zweiten brüllt er ungewohnt laut seine Mannschaft an: „Ohne Kompaktheit werden wir hier nicht gewinnen. Wir helfen uns nicht, jeder deckt für sich allein, der erste Kontakt ist Scheiße.“

Zum Held des Abends wird Viktor Hallgrímsson (23). Der Torhüter der Polen zeigt 16 Weltklasse-Paraden (über 40 Prozent), die beiden Füchse-Keeper Dejan Milosavljev (28) und Lasse Ludwig (22) kommen zusammen nur auf neun (15 Prozent), werden aber von ihrer Deckung mehr als im Stich gelassen.

Bester Schütze ist beim Sieger am Ende Tomas Piroch (24) mit zehn Treffern, auf diesen Neuzugang kann sich im Sommer Leipzig freuen. Bei den Füchsen Mijajlo Marsenic mit 5 Toren. Mathias Gidsel trifft ungewöhnlich nur einmal. Und es ist offensichtlich: Haben Mathias Gidsel und Lasse Andersson (4 Treffer) mal keinen Sahnetag bekommen die Füchse Probleme.

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