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Der HSV Hamburg fertigt den HC Erlangen in der Handball-Bundesliga mit 31:23 (16:10) ab. HCE-Profi Marek Nissen (25) platzt in der Pause der Kragen – und muss dann auch noch verletzt runter! Vor den Augen einer Fußball-Legende liefern die Hanseaten eine Topleistung ab!

Es ist ein Mittelfeld-Duell in der HBL: Erlangen (Vierzehnter) und Hamburg (Zehnter) sind nach unten abgesichert und können befreit aufspielen. Mit dabei in der Nürnberger Halle: Fußballtorwart-Legende Andreas Köpke (64), der unter anderem auch Trainer beim 1. FC Nürnberg war, jedoch in Kiel geboren wurde.

Foto: BILD

Der HSV Hamburg reist ohne die weiterhin verletzten Casper U. Mortensen (36, Knie) und Oliver Norlyk (26) an. Bitter: Norlyk hat sich schwerer verletzt und fehlt bis Saisonende – SPORT BILD berichtete. Das stört die Hanseaten im fränkischen Erlangen anfangs jedoch überhaupt nicht. Nach den ersten zehn Minuten führt der Gast bereits mit 8:4. Erlangen kommt einfach nicht ins Offensivspiel, Trainer Johannes Sellin (35) ist überhaupt nicht zufrieden, beginnend mit dem Pressing seiner Mannschaft: „Da schlafen wir zweimal. Dann haben wir gesagt: Wir wollen das Tempo dosieren, aber dann rennen wir viermal nach vorne, weil wir es besser wissen“, so Sellin in der ersten Auszeit. „Lasst uns einfach bei den Basics bleiben – mehr brauchen wir hier nicht!“ Aber es wird nicht besser: Auch nach 17 Minuten stehen immer noch magere sechs eigene Treffer auf der Anzeigetafel in Nürnberg. Hamburg hingegen spielt schnörkellos und legt nach: Frederik Bo Andersen (27/sieben Treffer) und Moritz Sauter (23/7) gehen offensiv voran. Passend zum Spiel: HSVH-Keeper Robin Haug (27) entschärft in der 25. Minute nicht nur den Siebenmeter von Milos Kos (23), sondern hält auch noch dessen direkten Nachwurf! Was für eine Szene des Norwegers.

Handball-Bundesliga: HSV Hamburg fertigt HC Erlangen ab

Da der HCE vor der Pause auf eine Wurfquote von unter 50 Prozent (!) kommt, geht der Pausenrückstand von 10:16 vollkommen in Ordnung. Marek Nissen (25) ist deshalb in der Halbzeit bei Dyn komplett bedient: „Es war klar, dass es ein schwieriges Spiel wird“, so der Rückraumspieler der Franken. „Was wir hier abliefern, ist bis jetzt eine ziemliche Frechheit. Was die technischen Fehler und die Fokussierung angeht, müssen wir es in der zweiten Halbzeit ganz anders machen.“ Hamburgs Elias Kofler (25) ist hingegen sehr zufrieden: „Wir machen es in der Abwehr einfach richtig gut und kassieren nur 10 Gegentore. Das ist für uns brutal wichtig, weil wir das in dieser Saison noch nicht so oft geschafft haben.“ Gleiches Muster in der zweiten Halbzeit: Hamburg spielt seine Angriffe konsequent runter, Erlangen scheitert immer wieder an sich selbst oder an Haug (15 Paraden). Besonders bitter: HCE-Profi Marek Nissen muss verletzungsbedingt runter, sein linker Fuß/Knöchel wird dick bandagiert. Am Ende machen es die Gäste deutlich und gewinnen mit 31:23 in Erlangen.

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