Eine Entlassung tut immer weh. Aber wenn es der eigene Bruder tut, ganz besonders.

So geschehen in der abgelaufenen Saison beim TVB Stuttgart in der Handball-Bundesliga. Da bekam Geschäftsführer Jürgen Schweikardt (44) von den Klub-Gesellschaftern den Auftrag, seinen jüngeren Bruder Michael Schweikardt (41) als Trainer freizustellen. Das sorgte offenbar für ziemlichen Zwist zwischen den Geschwistern – und hallt noch immer nach.

Handball: Nach Entlassung in Stuttgart! Trainer immer noch sauer auf seinen Bruder

„Ich bin in diesem Verein groß geworden und habe meine Aufgabe nie als reinen Job gesehen und auch so gelebt – logischerweise nimmt einen das dann mit. Ich nehme es bis heute so wahr, dass Zeitpunkt und Art und Weise nicht korrekt waren“, erzählt Michael Schweikardt bei „Stuttgarter Nachrichten/Stuttgarter Zeitung“.

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Was er damit meint, sagt er auch: „Was mich schwer enttäuscht hat, auch mit dem Hintergrund, dass unter meiner Regie in der vorigen Saison mit Platz elf das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte erzielt wurde, wir ein extrem schweres Auftaktprogramm hatten, die Kaderplanung geprägt von finanzieller Vorsicht war und zudem viele wichtige Spieler verletzt waren. Dass man mir dann nicht die Möglichkeit gegeben hat, gegen die schlagbareren Gegner im Dezember den Turnaround zu schaffen, enttäuscht mich bis heute. Dazu stehe ich.“

Was ihn noch mehr ärgert, ist, dass nach seiner Entlassung dann doch noch entscheidend investiert wurde: „Man kann sich aber sicher vorstellen, wie es bei mir ankam, dass nach meiner Freistellung plötzlich wieder finanzielle Mittel zur Verfügung standen, die vorher nicht möglich waren. Mit den Verstärkungen von Spielmacher Torben Matzken und Torwart Samir Bellahcene war die Mannschaft deutlich besser aufgestellt.“

Nach seiner Entlassung hatte Bruder Jürgen den Trainerjob übernommen und den Klassenerhalt am Ende gerade so geschafft. Zur neuen Saison übernimmt Misha Kaufmann (vorher Eisenach).

Auf die Frage, wie sehr der Familienfrieden seit der Entlassung gestört ist, antwortet Michael Schweikardt allerdings diplomatisch: „Über meine persönlichen Beziehungen habe ich öffentlich noch nie gesprochen. Da bitte ich um Verständnis.“

Zum Abschied zaubert er nochmal: Genialer Durch-Die-Beine-Pass von Knorr

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Quelle: DYN

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