Kleiner Spannungsabfall nach dem rauschenden Nordderby-Sieg gegen den THW Kiel (36:34)

Bundesliga-Spitzenreiter SG Flensburg/Handewitt quält sich in der European League zu einem 32:30-Heimsieg gegen Außenseiter St. Raphael.

Der Titelverteidiger startet komplett schläfrig in die Partie gegen die Franzosen. Torwart Kevin Møller (kommt früh für Benjamin Buric) verhindert nach rund 20 Minuten bei 11:13 mit einem gehaltenen Siebenmeter den Drei-Tore-Rückstand gegen den Außenseiter.

Fehler um Fehler: Doppel-Slapstick in der Handball-Bundesliga

Quelle: DYN

Erst danach wird die Heimmannschaft etwas griffiger und geht mit Mini-Vorsprung in die Pause (16:15).

Und dennoch: Die Unruhe um die Wechsel-Gerüchte rund um Weltmeister Simon Pytlick ließ die SG offenbar nicht gänzlich unbeeindruckt. Die Spekulationen über einen vorzeitigen Abschied des Dänen im kommenden Sommer gen Berlin waren den Verantwortlichen in den letzten Tagen derart ein Dorn im Auge, dass sie sich zu einer deutlichen Stellungnahme gezwungen sahen.

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Ob diese Unruhe auch auf das Spiel abfärbte? Die zweite Hälfte beginnt jedenfalls ähnlich ernüchternd wie die erste. Zwar erhöht die SG schnell auf 17:15, spielt aber weiter viel zu lethargisch und kann die Gäste nicht abschütteln. Im Gegenteil: Nach 40 gespielten Minuten führen die Franzosen mit 21:20.

Ungläubiges Staunen unter den nur 2794 Fans in der „Hölle Nord“, die ob der Darbietung deutlich ruhiger ist als noch am Wochenende. Erst gegen Ende wird es besser, als die SG in den Schlussminuten erstmals mit mehr als drei Toren davonziehen kann und den Glanzlos-Sieg nach Hause bringt. Bester Werfer: Lasse Møller mit zehn Treffern.

Die beste Nachricht des Abends aus Flensburg-Sicht: Das Team bleibt auch im zehnten Saisonspiel ungeschlagen, feiert den achten Sieg in Serie – und hat gar nicht viel Zeit, über den Schongang-Auftritt nachzudenken. Schon in weniger als 48 Stunden geht’s in der Liga weiter. Dann mit einem Auswärtsspiel in Eisenach (Do., 19 Uhr live bei Dyn).

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