Die Füchse Berlin gewinnen in der Daikin Handball-Bundesliga beim Aufsteiger GWD Minden ohne Mühe 39:28 (20:13).
Das alles beherrschende Thema am Rande des Spiels ist die Nachfolge von Torhüter Dejan Milosavljev (29). Der Serbe wechselt im Sommer von den Füchsen nach Kielce (Polen/SPORT BILD berichtete) und der Deutsche Meister braucht dringend einen ebenso guten Ersatz.
Auf dem Weihnachtswunschzettel soll Torbjørn Bergerud (31) stehen. Der norwegische Nationalspieler steht noch bei Wisla Plock unter Vertrag, hat aber mit Füchse-Trainer Nicolej Krickau (39) eine gemeinsame dänische Vergangenheit bei GOG.
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Krickau gibt vor dem Spiel bei Dyn zu: „Die Nachfolge von Dejan ist nicht mehr ungeklärt, ist schon gelöst. Wir können vor Silvester vielleicht schon etwas verkünden.“
Und auf die Personalie Bergerud angesprochen, erklärt der Berliner Coach: „Wir haben verschiedene Lösungen überlegt: Brauchen wir etwas Langfristiges, was für 2027/28, was bietet der Markt, was deckt sich mit unseren Ambitionen? Ich hatte eine tolle Zeit mit Bergerud bei GOG, aber er hat einen langen Vertrag bei Plock. Aber ja, er ist einer der Namen, die wir überlegen.“
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Die Füchse führen schnell im Spiel mit sechs Toren (9:3), doch stellen dann unerklärlich ihr Spiel ein. Ungewöhnlich viele technische Fehler (insgesamt 16), die Spielqualität plötzlich unterirdisch.
Trainer Krickau nimmt nach 19 Minuten genervt die Auszeit, nimmt seine Mannschaft sarkastisch volley. Wird laut, ist stinksauer: „Glückwunsch zum Jubiläum, Männer, jetzt hat jeder einmal den Ball weggeschmissen. Mehr Fokus auf die technischen Sachen.“
Danach wird es nicht wirklich besser, insgesamt zehnmal werfen sich die Füchse den Ball auf die Schnürsenkel, auf die Tribüne oder den Minden-Spielern direkt in die Hände. Zum Glück hält hinten Keeper Lasse Ludwig (23/14 Paraden) alles, was auf seinen Kasten fliegt, und vorn macht Superstar Mathias Gidsel (26) zwölf Tore aus zwölf Versuchen und bringt die Füchse nach dem mageren 20:15 (33.) zurück auf Kurs. Beim Stand von 26:16 (38.) ist sein Arbeitstag beendet.
Dafür ballert jetzt Nils Lichtlein (23) weitere Treffer aus dem linken Arm, der Spielmacher netzt insgesamt 9-mal ein – persönlicher Bestwert in der HBL. Weil Krickau munter durchwechselt, kommt Minden nach einem 13-Tore-Rückstand (33:20/48.) noch einmal heran. Aber kann die nächste Klatsche nicht mehr verhindern. Die Füchse feiern mit dem 39:28 den höchsten Sieg auswärts gegen GWD Minden in ihrer Vereinsgeschichte.


