Beim ersten Double-Header der 11. Formel-E-Saison gab es wieder einige Überraschungen.
Nissan-Pilot Oliver Rowland dominierte das Feld – erst in den letzten Kurven konnte Maximilian Günther von DS Penske seinen Kontrahenten überholen und sich den Sieg sichern.
Zum ersten Mal wurde bei dem Rennen der Pit-Boost eingesetzt: Bei einem obligatorischen Boxenstopp werden die Rennwagen mit einem 600-kW-Lader mit 3,85 kWh aufgeladen. Sie haben also zehn Prozent mehr Energie zur Verfügung.
Das hatte einen großen Einfluss auf das Rennen.
Günther nach dem Sieg: „Es bedeutet mir wirklich alles. Das war ein echt hartes Rennen und ein großartiger Ausgang für uns. Wir haben beim Pit Boost einige Plätze verloren – dass wir nochmal so zurückkommen, hätte ich nicht erwartet.“
Oliver Rowland: „Wir haben den Plan, den wir uns vor dem Rennen hingelegt haben, super ausgeführt. Ich muss sagen, ein bisschen enttäuscht bin ich schon. Ich hatte so einen großen Vorsprung.
Ein Youngster trumpft auf: Taylor Barnard – gerade einmal 20 Jahre alt – holte sich mit Mc Laren zum zweiten Mal in dieser Saison einen Podestplatz und landete auf Rang 3. Barnard nach dem Rennen: „Wir haben das als Team super gemacht mit dem Pit Boost. Ich bin mit Platz 3 sehr zufrieden.“
Jubel bei Maximilian Günther (27): Er holte sich kurz vor Schluss den Sieg
Bitter für Weltmeister Wehrlein: In der Anfangsphase krachte Jaguar-Pilot Mitch Evans seinem Porsche-Kontrahenten ins Heck. Am Schluss kam er nur auf Platz 15 ins Ziel.
Wehrlein: „Auf unserer Seite hätte es ein sehr gutes Rennen werden können. In Kurve 5 ist mir Evans hinten drauf gefahren. Dann Plattfuß und hinten die Spurstange krumm. Dann war das Rennen im Prinzip vorbei. Es war ein weiteres Mal Pech und bisschen nervig. Wir machen alles bis zum Rennen hin richtig – und wieder hat etwas, was nicht unserer Macht war, das Rennen kaputt gemacht.“
Fahrerinnen berichten: So lief der Rookie-Test in der Formel E!
Zum Pit Boost sagt der Titelverteidiger: „Für uns hat alles reibungslos funktioniert.“
Am Samstag geht es direkt weiter: Dann steht das zweite Rennen beim Jeddah E-Prix an. Los geht’s mit einem Freien Training um 11 Uhr, Rennstart ist wieder um 18.05 Uhr.
Der deutsche Sender DF1 zeigt auch diese Saison ALLE 16 Rennen und Qualifyings der Formel E im Free-TV und im Livestream auf df1.de. Zusätzliche Video-Berichterstattung und Livestreams der Freien Trainings liefert die Formel E auf ihrem offiziellen YouTube-Kanal.


