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Auf diesen Start warten alle Fans. Ab kommender Saison kommt in der Formel E ein neues Auto zum Einsatz, der Gen4. Im April wurde der Wagen in Frankreich vorgestellt, beim Berlin-E-Prix konnten die Zuschauer das Auto von Nahem betrachten. Die harten Fakten: 600 kW (816 PS) statt 350 kW (476 PS) Höchstleistung, permanenter Allradantrieb und neue Reifen (Bridgestone statt Hankook). Der E-Bolide stellt den bislang größten Leistungssprung in der Meisterschaft dar.

In Berlin sagt Thomas Chevaucher, Technical Engineering Director der Fia, zu SPORT BILD: „Dieses Auto ist ein riesiger Schritt in Bezug auf die Technologie, die auf die Rennstrecke gebracht wird. Wir wissen, dass die Formel-E-Strecken sehr anspruchsvoll sind – deshalb haben wir einige der talentiertesten Fahrer der Welt im Fahrerlager, die das umsetzen können.“

Und weiter: „Wir sind nun an einem Punkt angekommen, an dem wir nicht nur ein schnelles Elektroauto haben – wir betreten die Welt einiger der schnellsten Rennwagen auf dem Planeten.“

Der Gen4 revolutioniert den Rennsport

Chevaucher sagt über die Bedeutung dieser Entwicklung: „Speziell in der Formel E liegt es in der DNA, Technologie weiterzuentwickeln. Eine der beeindruckendsten Komponenten des Autos ist seine Energieeffizienz. Die Art und Weise, wie man Energie nutzt, ist entscheidend für Nachhaltigkeit, Reisen oder Mobilität.“

Thomas Chevaucher

Foto: Formel E/DPPI

Er erklärt: „In der ersten Generation kamen 15 Prozent der während eines Rennens genutzten Energie aus Rekuperation, also Energierückgewinnung. Mit dem neuen Auto erreichen wir einen Wert nahe 50 Prozent. Das bedeutet, vereinfacht gesagt, dass die Hälfte der Energie, die wir während eines Rennens nutzen, aus Energierückgewinnung stammt – also halb Batterie, halb Rekuperation. Und diese Zahl verbessert sich weiter.“

Über künftige Schritte sagt er: „Wir verwenden auch neue Batterien, die es dem Auto ermöglichen, die meiste verfügbare Energie für das Rennen zu haben. Die Batterie bleibt die technologische Herausforderung für Elektroautos. Die Rennwagen sollen leicht sein, brauchen aber Energie, daher gibt es hier noch viel Verbesserungspotenzial.“

Wehrlein: „Es ist eine ganz andere Maschine“

Florian Modlinger, Teamchef der Formel E bei Porsche, sagte nach Tests des Gen4 in Almeria: „Insgesamt finde ich, dass wir von einer Revolution reden dürfen. Das Fahrzeug mit seiner Beschleunigung erstmals auf der Strecke gesehen zu haben, war eine Freude.“

Weltmeister-Pilot Pascal Wehrlein, der aktuell die Fahrerwertung der 12. Saison anführt, betonte gegenüber SPORT BILD: „Die Vorfreude ist sehr groß. Die Autos sind so viel schneller, es ist eine ganz andere Maschine. Fans können wirklich gespannt sein.“

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