Bayern-Tor im Pokal zählt – obwohl es in der Bundesliga aberkannt worden wäre!

Der FC Bayern steht nach einem 4:1-Erfolg beim 1. FC Köln im Achtelfinale des DFB-Pokals – doch über eines der Tore wird nun heiß diskutiert: Der Ausgleich durch Luis Diaz hätte eigentlich nicht zählen dürfen.

FC Bayern: Klare Abseitsposition, aber kein VAR

In der 34. Minute glich Diaz für den Rekordmeister aus – doch bei der Entstehung stand der Kolumbianer deutlich im Abseits.

Schiedsrichter Tobias Welz ließ den Treffer gelten – denn: In der zweiten Pokalrunde gibt es keinen VAR! Ein Fakt, von dem Bayern klar profitierte. In der Bundesliga wäre der Treffer nach VAR-Check sicher zurückgenommen worden.

Klare Sache: Bayerns Luis Diaz steht vor dem 1:1 im Abseits

Foto: ARD

Warum gibt’s keinen VAR in Runde zwei?

Der Grund: Viele unterklassige Vereine verfügen nicht über das Geld und die technischen Voraussetzungen, um den Videobeweis korrekt einzusetzen.

Nach dem Spiel meldete sich Bayern-Sportvorstand Max Eberl (52) zu Wort – und forderte eine Anpassung: „Wenn man mich ehrlich fragt, bin ich ein Freund vom Videoassistenten. Ich glaube, dass er ab der zweiten Runde hilfreich wäre.“

Eberl betonte, dass dies nicht aus Bayern-Sicht geschehe: „Ob das heute gegen uns gewesen wäre, weiß ich nicht. Aber ich glaube, da geht es um so viel. Es würde möglich sein. Ich bin ein Freund, das ab der zweiten Runde zu tun.“

Seine Begründung: „In der zweiten Runde sind meistens so viele Mannschaften, die auch die Möglichkeiten bieten.“

Auf die Frage, ob Schiri-Assistenten durch den VAR verlernt hätten, solche Situationen selbst zu erkennen, antwortete Eberl offen: „Gute Frage, das war tatsächlich auch mein Gedanke.“

Unterirdische Szene: DIESER Einwurf endet im Fiasko

Teaser-Bild

Quelle: BILD/Sportdigital/Instagram

Und weiter: „Wenn du das ganze Jahr nicht darauf gepolt bist, aber man weiß, dass das Team, das die Regeln begutachtet und bewertet, größer ist – dann ist es schwieriger in solchen hitzigen Spielen. Der Pokal ist immer hitzig, da geht es ums Weiterkommen und Ausscheiden, also um sehr viel. Dementsprechend glaube ich: Wenn man etwas gewohnt ist und es auch funktioniert, dann sollte man es auch nutzen.“

Lukas Kwasniok (44), Trainer des 1. FC Köln, sieht es ähnlich – und nimmt den Linienrichter in die Pflicht: „Ich finde schon, dass er es sehen kann, wenn nicht gar sehen muss. Das ist ein Problem. Wenn du halt immer mit Navi unterwegs bist, lernst du irgendwann diese Straßen nicht mehr.“

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