Der FC Bayern möchte Leverkusen-Star Florian Wirtz verpflichten. Kann er mit Jamal Musiala (22) erfolgreich zusammenspielen? Diese Frage diskutieren SPORT BILD-Fußballchef Christian Falk und Reporter Axel Hesse!

Pro von Christian Falk: In den 70ern lautete die Frage, die die deutsche Fußball-Nation beschäftigte: Günter Netzer oder Wolfgang Overath – in der Nationalmannschaft konnte es nur einen der beiden Mittelfeldstars geben. Vor der Heim-EM 2024 hat Bundestrainer Julian Nagelsmann die Neuauflage dieser Frage beantwortet: Statt Jamal Musiala oder Florian Wirtz ließ er das Duo Musiala & Wirtz spielen. Gemeinsam verzauberten die beiden aktuell größten deutschen Mittelfeldstars nicht nur Fußball-Deutschland, sondern ganz Europa.

Sportlich haben beide bereits bewiesen, dass sie auf dem Rasen harmonieren. Das Beste daran: Menschlich tun sie es – anders als Netzer und Overath – auch. Nicht nur der FC Bayern, sondern auch die Bundesliga würde dabei von diesem Duo profitieren. Denn wie bei der EM würde ganz Fußball-Europa wieder zu uns schauen, weil dort die beiden besten Spieler zusammen wirbeln.

Contra von Axel Hesse: Didi Hamann hat recht. Florian Wirtz und Jamal Musiala in einer Mannschaft – das funktioniert auf Dauer nicht. In der Nationalelf wissen sie, dass sie für eine begrenzte Zeit in einem auf sie zugeschnittenen System für Deutschland funktionieren müssen und gemeinsam glänzen können.

Im Verein ginge es darum, wer die zentrale Rolle einnimmt. Aufsichtsrat Karl-Heinz Rummenigge hat die Qualitäts-Frage bereits beantwortet: „Florian Wirtz ist für mich der beste Spieler Deutschlands.“ Ein echter Zehner, der für die Mannschaft denkt, Mitspieler besser macht und besondere Momente kreiert. Es wäre fraglich, ob Musiala, den der FC Bayern als sein Gesicht der Zukunft benannt hat, für Wirtz zur Seite treten würde – auf dem Platz und in der Hierarchie. Fußball-typisch wäre viel eher, dass er seine Rolle zu verteidigen versucht. Bedeutet: Machtkampf statt Traumduo!

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Quelle: BILD

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