Der spielerische Glanz der Bayern ist aktuell weg. Nach der ersten Bundesliga-Pleite in dieser Saison gegen Augsburg (1:2) folgte ein 2:2 gegen den HSV. Danach war die Laune im Keller. Jetzt gibt es Kritik von Felix Magath (72).
Die Trainer-Ikone bei „RTL/ntv“: „Diese Meckerei von den Spielern ist unnötig. Das war kein unfaires Spiel. Der FC Bayern braucht sich nicht beschweren, dass er zu viele Pfiffe in der Bundesliga für oder gegen sich kriegt. Es wird meistens für Bayern gepfiffen. Man sucht überall Fehler, nur nicht bei sich selbst.“
Hintergrund: Nach dem HSV-Remis wurden die Münchner zu den Motz-Bayern. Unter anderem Sturm-Star Harry Kane (32) schimpfte beim Gang in die Kabine: „Der Schlechteste, den ich je im Fußball getroffen habe.“ Zwar nennt er dabei keine Namen, doch naheliegend ist, dass er Schiri Harm Osmers meinte. Auch Josip Stanisic (25) entfuhr ein „katastrophal“.
Davon hält Magath nichts. Seine Begründung für die fehlende Qualität des Rekordmeisters: „Es ist nie gut für eine Mannschaft, wenn sie unangefochten vorne ist und – in Anführungsstrichen – keine Gegner mehr hat. Da wird man leichtfertig.“
War zuletzt gefrustet: Bayern-Star Harry Kane (32)
FC Bayern: Magath-Kritik an Kane
Auch an Super-Stürmer Kane übt Magath Kritik. Der frühere Bayern-Coach: „Ich würde Spieler immer nach ihren Stärken einsetzen. Harry Kane kann Tore schießen. Er wird von allen gelobt und jeder jubelt, dass er auch hinten rumläuft. Aber das ist nicht sein Job.“
Kane ist dafür bekannt, sich das ein oder andere Mal tief fallen zu lassen und sich die Bälle selbst aus der eigenen Hälfte zu holen. Das gefällt Magath nicht, stattdessen soll sich der Engländer auf „seine Stärken besinnen“. Und weiter: „Wenn er vorne statt im Mittelfeld oder hinten rumlaufen würde, wäre das für die Mannschaft besser.“
Gefahr im Meister-Rennen sieht Magath aber trotzdem nicht. Dafür ist die Konkurrenz zu ungefährlich. Die Bayern haben in der Tabelle aktuell sechs Punkte Vorsprung auf den BVB.

