Das Aus des FC Bayern München in der Champions League sitzt tief.
Nach dem spektakulären 4:5 im Hinspiel scheiterten die Münchner im Rückspiel gegen Paris Saint-Germain am Ende knapp am Finaleinzug. Beim 1:1 in der Allianz Arena lief Bayern früh einem Rückstand hinterher und fand über weite Strecken keinen Weg gegen defensiv starke Pariser.
Dabei begann die Partie denkbar schlecht für den deutschen Meister. Bereits nach wenigen Minuten traf Ousmane Dembélé (28) zur Führung für PSG und erhöhte damit den Druck auf die Mannschaft von Vincent Kompany (40) enorm. Zwar erspielte sich Bayern danach einige Möglichkeiten, wirklich zwingend wurde der Rekordmeister aber nur selten. Der späte Ausgleich durch Harry Kane (32) kam letztlich zu spät.
Nach dem Spiel wurde vor allem über mehrere umstrittene Schiedsrichterentscheidungen diskutiert. Besonders eine mögliche Gelb-Rote Karte gegen Nuno Mendes (23) sorgte bei vielen Bayern-Fans für Ärger. Für Lothar Matthäus greift diese Diskussion allerdings zu kurz.
Matthäus lobt PSG und kritisiert Bayern
Bei „RTL“ stellte der Rekord-Nationalspieler am Donnerstagabend klar: „Die Schiedsrichterleistung war nicht pro Bayern. Damit hake ich das Thema aber auch ab. Ich höre nur noch Schiedsrichter. Es gab auch noch ein Fußballspiel.“
Für Matthäus lag das Problem vielmehr auf dem Platz. Die Leistung der Münchner sei insgesamt nicht gut genug gewesen. „Enttäuschend dürfen sie sein, aber sie haben nie zu ihrem Spiel gefunden und hatten wenig Torchancen. Da war kein Killerinstinkt.“ Trotz des Halbfinal-Aus zieht Matthäus jedoch kein komplett negatives Fazit. Der FC Bayern habe den deutschen Fußball international stark vertreten und könne grundsätzlich stolz auf die Champions-League-Saison sein.
Gleichzeitig sieht der ehemalige Bayern-Star aber Verbesserungsbedarf. „Den Kader in der Breite noch stärker machen, wenn möglich“, erklärte Matthäus. Zudem hätten einige Spieler über weite Strecken der Saison überragend performt, gegen Paris jedoch nicht ihre gewohnte Form erreicht. Besonders Harry Kane und Michael Olise nahm Matthäus dabei in den Blick. Kane habe zwar „ein schönes Tor gemacht“, sei insgesamt aber kaum präsent gewesen. Olise wiederum sei von PSG „rausgenommen“ worden.
Für Matthäus steht deshalb fest: Nicht der Schiedsrichter entschied dieses Halbfinale, sondern die starke Leistung von PSG.
