Dieses Spiel geht in die Geschichte ein!
Das Halbfinal-Hinspiel zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern war ein völlig verrückter Schlagabtausch. Doch insbesondere nach dem 5:2 durch Ousmane Dembélé (58.) hätte es auch in die französische Richtung kippen können. Der Parc des Princes war am Beben, die Bayern wirkten hilflos. Doch wie so oft in dieser Saison zeigten die Münchner ihre Comeback-Qualitäten und gehen nun mit einem 4:5 in das Rückspiel – nach diesem Spielverlauf keine schlechte Position.
Dementsprechend zufrieden zeigte sich auch Joshua Kimmich trotz der Niederlage. So zufrieden, dass auch sein ehemaliger Mannschafts- und DFB-Teamkollege Mats Hummels am Tisch bei „Amazon Prime“ von ihm verwundert war. Hummels über die Pleite: Man „kann mit einem guten Gefühl nach Hause fahren.“ Das Spiel sei „unvergleichlich“ gewesen und hätte auch locker „9:9“ ausgehen können. Richtung Kimmich sagt der Ex-Innenverteidiger schmunzelnd: „Ich hab dich noch nie so einverstanden mit einer Niederlage gesehen.“
Gleichzeitig sieht Hummels den Schlüssel für das „ordentliche“ Ergebnis in Paris im schnellen 5:3. Nur sieben Minuten nach dem Gegentor traf nach Kimmich-Standard Dayot Upamecano, den Hummels mit Innenverteidiger-Kollege Tah lobend erwähnte (“Tah und Upamecano haben ein gutes Spiel gemacht und noch viel wegverteidigt. Das hab ich noch gefühlt bei keiner Mannschaft gesagt, die fünf Tore bekommen hat.“). Ein wichtiger Turnaround und Momentum-Changer.
Kimmich: „Trauen uns einen Sieg zu“
Kimmich selbst analysiert das Spiel ähnlich wie Hummels, denn: „Wir haben eine sehr gute Reaktion gezeigt.“ Klar ist: Die Bayern müssen im Rückspiel „nur“ gewinnen. Der Glaube daran besteht bei den Münchnern weiterhin – trotz der Hinspielniederlage. Kimmich: „Ich glaub schon, dass wir gewinnen können. Die Ausgangsposition ist ja einfach. Und alle, die das Spiel gesehen haben, trauen uns einen Sieg zu und wir uns in der Kabine auch!“ Das klingt wie eine Kampfansage für das Spiel nächsten Mittwoch (6. Mai, 21 Uhr, DAZN).
