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Jetzt packt James Rodríguez (34) aus! Von 2017 bis 2019 spielte der Kolumbianer für den FC Bayern – doch an eine Phase erinnert er sich offenbar nur ungern. In seiner Netflix-Dokumentation „James“ rechnet er mit seinem ehemaligen Trainer Niko Kovac (54, heute Dortmund) ab.

Während es im ersten Jahr unter Carlo Ancelotti und später Jupp Heynckes für ihn gut lief, änderte sich das im zweiten. „In meinem ersten Jahr hatte ich das Glück, dass Carlo Ancelotti und Jupp Heynckes Spanisch sprachen. Im zweiten Jahr kam Kovac“, sagt James – und legt nach: „Jeder Trainer hat seine Lieblinge, und ich gehörte nicht dazu.“

Besonders die Trainingsarbeit unter Kovac sorgte offenbar für Frust. „Er wollte, dass die Spieler nach dem Training 30 Minuten Rad fahren. Ich sagte zu ihm: ‚Wofür trainiere ich denn? Fahre ich etwa bei der Tour de France mit oder was?‘ Ich bin Fußballspieler“, erinnert sich der Offensivmann.

Zwei Jahre lang spielte James Rodriguez (m.) für die Bayern

Foto: picture alliance/sampics/Stefan Matzke

Auch beim Thema Integration zeigte James wenig Begeisterung. Sprachkurse? Fehlanzeige. „Ich habe es nicht durchgestanden, ich bin immer eingeschlafen. Ich habe ihm (Kovac, Anm. d. Red.) gesagt: ‚Ich will nicht lernen‘.“

James: Nach Bayern auf Weltreise

Sportlich kann sich seine Bayern-Zeit dennoch sehen lassen: In 67 Pflichtspielen erzielte James 15 Tore und bereitete 20 weitere vor. Zuvor war er nach seiner WM-Gala 2014 – mit sechs Treffern Torschützenkönig – als Star nach Europa gewechselt.

Doch nach München begann seine Karriere zur Weltreise zu werden: Stationen in England, Katar, Griechenland, Brasilien, Spanien, Mexiko und zuletzt in den USA. Jetzt will der einstige Shootingstar mit Kolumbien bei der kommenden WM wieder angreifen – als Führungsspieler. Kolumbien trifft bei der WM auf Usbekistan, die Demokratische Republik Kongo und Portugal.

Dem heutige BVB-Trainer Niko Kovac sollte es nach den Worten seines ehemaligen Schützlings egal sein. Nach der Vizemeisterschaft der Dortmunder sitzt er fest im Sattel.

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