Der VfB Stuttgart feiert zum Abschluss der Ligaphase der Europa League einen 3:2-Sieg gegen Young Boys Bern – und hat trotzdem nicht wirklich Grund zu feiern. Denn die Schwaben haben die Top 8 verpasst und müssen in die Play-offs. Damit landet Stuttgart am Ende auf Rang 11, jetzt warten entweder Celtic oder Ludogorez. Ausgelost wird am Freitag in Nyon (12).
Es ist ein ganz bitterer Abend für die Stuttgarter. Schon vor Anpfiff gibt es nur theoretische Chancen auf eine Top-8-Platzierung und den damit verbundenen direkten Einzug ins Achtelfinale – doch in all den anderen Partien läuft lange alles für den VfB. Auch deswegen geben die Stuttgarter alles, drücken bis zum Schluss und belohnen sich durch einen Last-Minute-Treffer von Chema (90.). Lange hätte das Ergebnis gereicht, doch weil die Roma im Parallelspiel spät ebenfalls noch ausgleicht, und weil Genk gewinnt, reicht es nicht für das Wunder.
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Stuttgart siegt – und muss trotzdem in die Play-offs
Vorher ist es ein wildes Hin und Her – bei dem es früh richtig gut aussieht für den VfB. Die Schweizer werden nahezu überrollt, wirken nicht richtig anwesend. Und gehen folgerichtig früh in Rückstand – und das gleich doppelt.
Den Anfang macht Nationalstürmer Undav. Jeltsch fängt einen Berner Ball ab, spielt rechts im Strafraum Assignon an, der mit seiner flachen Hereingabe Undav findet – und der bleibt eiskalt (6.). Während die Young Boys sich noch schütteln, macht Stuttgart direkt weiter. Dieses Mal steckt Undav auf Demirovic durch, der aus etwa sieben Metern zum 2:0 trifft (7.).
Danach dominieren die Schwaben weiter, schaffen es aber nicht, ein weiteres Mal zu treffen. Stattdessen lädt Ersatzkeeper Bredlow die Schweizer ein, spielt einen katastrophalen Fehlpass am eigenen Sechzehner. Am Ende landet die Kugel bei Ex-Kiel-Star Gigovic, der von der Strafraumkante in den linken Winkel trifft (42.).
Und dieser Treffer wirkt auch nach der Pause, plötzlich dominiert die von Ex-Bundesliga-Coach Seoane trainierte Elf und belohnt sich mit einem Traum-Tor. Nach einer Ecke kommt Gäste-Verteidiger Lauper am Strafraum an den Ball und knallt die Kugel volley ins rechte Eck (57.).

