Marc-André ter Stegen (33) kämpft nicht nur um seinen Job beim FC Barcelona, sondern auch gegen seine Rückenprobleme und um die WM 2026. Was die Weltmeisterschaft betrifft, wird jetzt wieder ein Torhüter genannt, hinter dem ter Stegen jahrelang zurückstehen musste: Manuel Neuer (39).
Im Fall ter Stegen gibt es viele Probleme. Da ist zum Beispiel die Kommunikation zwischen Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) und Barcelona-Coach Hansi Flick (60). Sie soll nicht die beste sein. So kam es, dass bei der Nationalmannschaft lange gerätselt wurde, wie schwer die Verletzung von ter Stegen wirklich ist. Die Diskrepanz in der Prognose von ter Stegens Rückenverletzung ist der belasteten Atmosphäre zwischen Spieler und Verein zuzuschreiben.
Ter Stegen selbst soll in der Zwischenzeit mit Nagelsmann ein Telefonat geführt haben. Wenn er wieder fit ist, will der Torwart bei Barcelona um seinen Platz kämpfen. Seine Chancen bei Barça sind aber äußerst gering. Der Deutsche ist in der Rangordnung nur noch die Nummer drei.
Ein Wechsel in der Winterpause, um Spielpraxis zu bekommen, ist auch nicht einfach. Die Verletzung und sein hohes Gehalt können viele Vereine abschrecken.
Gleichzeitig muss ter Stegen gegen den Schatten von Manuel Neuer ankämpfen. Vor fast genau einem Jahr trat der Bayern-Torwart aus der Nationalmannschaft zurück. Ob nun komplett freiwillig oder auf sanften Druck hin, darüber kann bis heute diskutiert werden. Fakt ist aber: Bei der Klub-WM in den USA präsentierte er sich so stark wie lange nicht mehr.
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Nach SPORT BILD-Informationen wird bei seinem Arbeitgeber darüber getuschelt, dass Neuer die WM 2026 noch im Hinterkopf habe. Sein Ehrgeiz ist ungebrochen. Und wenn ihn das DFB-Team braucht, wird er nicht „Nein“ sagen. Intern heißt es bei Bayern: Steht ter Stegen bis zum Frühjahr nicht zur Verfügung, könnten die Gedanken über ein Comeback Fahrt aufnehmen.
Wie lauten die Alternativen? Nagelsmann baute zuletzt, als ter Stegen bereits fehlte, auf Oliver Baumann (35) und Alexander Nübel (28). Bei der U21-EM zeigte Freiburgs Noah Atubolu (23) starke Leistungen. Und in Fulham gibt es immer noch Bernd Leno (33).
Nach SPORT BILD-Informationen ist Leno weiter mit DFB-Torwarttrainer Andreas Kronenberg (50) im Austausch.
„Es ist bei ter Stegen zu befürchten, dass er die sechs Qualifikationsspiele in diesem Jahr ausfällt. Er muss schnellstmöglich gesund werden, dann einen Verein finden und wieder Spielpraxis bekommen“, sagt Lothar Matthäus (64) zu SPORT BILD: „Ich bin mir nicht sicher, ob er bei der WM im Tor steht. Ich weiß auch nicht, wer das nötige Geld hat, um ihn zu holen. Das ist eine schwierige Situation.“
Sein Rat: „Wenn es Julian Nagelsmann weder Oliver Baumann, Alexander Nübel noch einem anderen Torwart zutraut, eine Nummer eins bei der WM zu sein, wäre er gut beraten, den Kontakt zu Manuel Neuer und auch zu Bernd Leno wieder aufzunehmen.“

