Talent Mitchell Lawrie zieht aktuell die Augen der ganzen Darts-Welt auf sich. Der 15-Jährige ist die nächste große schottische Hoffnung – und bricht schon jetzt Rekorde von Darts-Phänomen Luke Littler (19).
Mit nur 15 Jahren hat sich Lawrie am Wochenende zur jüngsten Nummer 1 in der Geschichte der World Darts Federation gekürt. Der junge Schotte setzte sich in gleich mehreren Turnieren des WDF-Circuits durch, gewann etwa die Slovak Open, die Slovak Masters und den Scottish Classic. Die WFD ist der schwächere Konkurrent der berühmten Professional Darts Corporation (PDC), die unter anderem die Pro-Tour und die alljährliche WM ausrichtet – für die PDC ist Lawrie aber schlichtweg noch zu jung.
Auch mit einem weiteren ganz besonderen Ausrufezeichen machte Lawrie auf sich aufmerksam: Bei der Eröffnungspartie der JDC Advanced Tour gelang dem Youngster ein Neun-Darter. Das perfekte Leg spielte der Schotte gegen Ethan Hawden, den er mit 4:1 und einem bärenstarken Punkteschnitt von 103 Zählern pro Aufnahme besiegte.
Darts-Wunderkind schnappte schon Littler Rekorde weg
Bei dem kometenhaften Aufstieg Lawries ist ein Vergleich mit der steilen Karriere von Weltmeister Luke Littler ganz natürlich. Denn: Schon zwei Rekorde konnte er Littler abluchsen. Er gewann als Jüngster drei Erwachsenen-Turniere auf der WDF-Tour und ist als jüngster Spieler aller Zeiten bei einer WDF-Weltmeisterschaft dabei. Beide Bestmarken waren vorher von Littler aufgestellt worden.
Darts-Superstar Luke Littler (19)
Littler lobte schon im Dezember: „Er ist ein sehr, sehr guter Spieler in so jungem Alter, wie ich es war. Und er hat mir schon wieder einen Rekord abgenommen.“ Lawrie schaffte es bei der WM direkt ins Finale, zog gegen Jimmy van Schie den Kürzeren – der Niederländer ist mit 32 Jahren allerdings auch mehr als doppelt so alt wie Lawrie. Noch am selben Tag holte der sich allerdings noch den Junioren-Titel. Von Altersgleichen ist Mitchell Lawrie also kaum zu stoppen. Im November wird der Schotte 16 – und dürfte ab dann um eine Tour Card bei der PDC mitspielen. Dort warten ganz andere Herausforderungen als bei der WDF. Kann der Schotte auch bei den größten Turnieren der Darts-Welt überzeugen?

