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Er ist der Star der Dartszene, doch ausgerechnet mit den deutschen Fans wird Luke Littler (19) einfach nicht warm!

Es ist wieder an der Zeit – die besten Darts-Spieler der Welt sind durch die Premier League am Donnerstag (ab 19 Uhr live bei Sport1/DAZN) zu Gast in Berlin. Doch einer wird sich wohl nicht sonderlich auf den Abend in der deutschen Hauptstadt freuen. Dass Littler und die deutschen Fans nicht immer harmonieren, ist nichts Neues. Droht dem Weltranglistenersten und Weltmeister auch am Donnerstag wieder Buhrufe und Pfiffe?

Bereits seit Littler die Tour aufmischt und dominiert, kämpft er mit den deutschen Fans. Einen richtigen Auslöser gab es nicht. Im vergangenen April, nach einer Niederlage gegen Gian van Veen im Halbfinale des German Darts Grand Prix, stellte er klar: „Ich verstehe es einfach nicht und kann es mir nicht erklären. Natürlich läuft man auf die Bühne, aber sobald ich dort war, wurde ich ausgebuht.“ Sein einziger Erklärungsansatz: „Offensichtlich mögen uns Engländer die Deutschen nicht besonders.“

Die Probleme gingen sogar so weit, dass Littler erklärte, Turniere in Deutschland meiden und boykottieren zu wollen. Womöglich goss er damit auch Öl ins Feuer, doch das Spiel mit den Zuschauern gehört eben auch zu Littlers Spiel. Problem: An Auftritten wie am Donnerstag in der Premier League oder auch an der EM im letzten Jahr in Dortmund, wo er überraschend gegen James Wade verlor, muss er teilnehmen.

Duell mit Publikumsliebling Bunting

Und so werden sein Walk-on und sein Viertelfinale am Donnerstag auch unter diesem Gesichtspunkt spannend zu beobachten sein. Dabei hilft es nicht, dass Littler ausgerechnet im ersten Spiel auf Stephen Bunting (40) trifft. „The Bullet“ ist insbesondere in Deutschland ein absoluter Fan-Liebling und wird in der Halle sicherlich die Unterstützung auf seiner Seite haben.

Doch selbst Bunting ärgerte sich letzte Woche über eine Handvoll deutscher Fans. In Göttingen wurde der Brite im Duell mit dem Deutschen Niko Springer in den entscheidenden Legs von Pfiffen begleitet. Auf Instagram schrieb er danach in Richtung dieser Zuschauer: „Es ist inakzeptabel, in entscheidenden Momenten eines Spiels zu buhen oder zu pfeifen. Wenn ihr das tun wollt, dann geht doch zum Fußball.“ Er freue sich dagegen auf die ehrlichen Fans in Deutschland – vor allem die in Berlin, wo er letztes Jahr gewann.

Stephen Bunting (40) freut sich auf Berlin, wo er letztes Jahr gewann

Foto: Bradley Collyer/PA Wire/dpa

Die werden versuchen, ihm im direkten Duell mit Littler zum Sieg zu verhelfen. Darts-Experte und Ex-BDO-Weltmeister Mark Webster glaubt aber nicht, dass die deutschen Fans einen Einfluss auf Littlers Spiel haben werden – wenn überhaupt, dann eher positiv. Im Podcast „Love The Darts“ erklärt er: „Er weiß, wie er das Publikum nutzen kann, um sich selbst anzupeitschen. Er wird es umso mehr genießen, wenn er dort eine starke Leistung zeigt und vielleicht seinen dritten Wochensieg holt – ausgerechnet vor Fans, die ihn häufig ausbuhen.“

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