Er kam vom FC Bayern zum HSV, um endlich regelmäßig Spielpraxis zu sammeln – und kommt beim Aufsteiger nun nicht zum Zug.

Hamburgs Ersatz- und Israels Nationaltorwart Daniel Peretz (25) machte nach der 0:5-Pleite in Norwegen aus seiner Gemütslage kein Geheimnis: „Es ist offensichtlich, dass ich enttäuscht bin, dass ich in Hamburg nicht spiele. Ich hatte nicht angenommen, dass ich nicht zum Einsatz komme. Es war eigentlich klar, dass ich spielen werde. Ich kämpfe mental gegen die Situation an. Vielleicht gibt es ja eine Veränderung im Januar, denn ich will unbedingt spielen.“

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Quelle: BILD / MLS

„Veränderung im Januar“ – das lässt sich zweifelsfrei als Gedankenspiel des Keepers deuten, die bis Saisonende laufende Leihe von Bayern zum HSV abzubrechen und zu einem anderen Klub mit Spielzeit-Garantie zu gehen. In Hamburg saß Peretz in allen sechs Ligaspielen nur auf der Bank, Daniel Heuer Fernandes (32) ist die klare Nr. 1.

Aber: Der HSV müsste einem Leih-Abbruch zustimmen. Daran denken die Hamburger aber aktuell überhaupt nicht.

Auf mögliche Fluchtgedanken von Peretz im nächsten Transferfenster ab Januar angesprochen, sagt Sportvorstand Stefan Kuntz (62): „Ich kann Daniels Enttäuschung verstehen. Besonders nach dem 0:5 mit Israel in Norwegen bei der WM-Quali. Wir sind aber extrem zufrieden mit seinen Leistungen bei uns. Er ist ein toller Mensch, ein super Torwart, der stets unsere Trainingsleistungen auf Bundesliga-Niveau hebt.“

Heißt: Der HSV will Peretz Stand jetzt nicht abgeben.

Bei der Pleite in Oslo erwischte Peretz übrigens einen gebrauchten Abend. Auch wenn er zwei Elfer von ManCity-Star Erling Haaland (25) abwehren konnte, sah der Keeper mindestens bei drei der fünf Gegentreffer recht unglücklich aus.

Und das bringt Konsequenzen mit sich. Peretz muss nun auch bei Israel wohl auf die Bank. Im kommenden WM-Qualispiel am Dienstag (20.45 Uhr) in Italien wird möglicherweise Omri Glazer (29) von Roter Stern Belgrad das Tor hüten.

Keine leichten Wochen für Peretz, der national und dann auch international nur noch zweite Wahl ist.

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