Vom 15. Juni bis zum 13. Juli kämpfen insgesamt 32 Teams in den USA um einen Preispool von einer Milliarde Dollar (rund 876 Millionen Euro) – darunter auch der FC Bayern München und Borussia Dortmund.
Die Bosse der beiden Bundesliga-Klubs erklären im Interview mit „Merkur“, welchen Stellenwert diese Weltmeisterschaft für ihre jeweiligen Vereine einnimmt.
Fakt ist: Für beide wäre ein Titel-Gewinn geschichtsträchtiges Ereignis. „Sportlich ist es eine echte Herausforderung – und man kann das erste globale Turnier über alle Kontinente hinweg gewinnen. Das wäre historisch“, erklärte Bayers Vorstandschef Jan-Christian Dreesen.
Bayerns Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen (57)
„Jeder Fußball-Enthusiast weiß noch, dass Uruguay die erste WM 1930 gewonnen hat. So wird es in Zukunft auch mit dem ersten Sieger der Klub-WM sein“, betonte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. In Europa seien alle Klubs „heiß wie Frittenfett“, ergänzte Watzke: „Da wird keiner eine Sekunde lang nachlassen.“ Außerdem sei es auch ökonomisch hochattraktiv, betonte Dreesen.
Allein der Sieger des Wettbewerbs kommt im besten Fall auf ein gesamtes Preisgeld von 125 Millionen Dollar (rund 110 Millionen Euro).
„Die Summe ist natürlich hoch, aber man muss sie vierteilen“, erklärte Watzke: „Schließlich findet die Champions League jedes Jahr statt – und die Klub-WM nur alle vier Jahre. Außerdem bedeuten mehr Pflichtspiele höhere Leistungsprämien für Spieler, dazu kommen die extrem hohen Reisekosten.“ Denn: Die 63 Partien der Klub-WM werden in zwölf Stadien ausgetragen.
Und welche Teams gehen als Favoriten in den USA an den Start?
Auf eine klare Titelansage verzichteten die beiden Fußball-Funktionäre. „Es ist wie in der Champions League: Wir wollen die Gruppenphase überstehen und danach vom Achtel- ins Viertelfinale, und vom Viertel- ins Halbfinale. Und so weiter. Aber wir dürfen nicht denken, dass uns nur die europäischen Teams gefährden können“, sagte Watzke. „Unser Anspruch ist immer, Titel zu gewinnen. Aber zunächst gilt es, die Gruppe zu überstehen und die K.o.-Phase zu erreichen“, erklärte Dreesen.
Er rechnet aber zumindest mit einer europäischen Mannschaft im Endspiel, „vielleicht zwei“. Watzke sieht Paris Saint-Germain, das jüngst zum ersten Mal die Champions League gewann, als ersten Kandidaten auf den Titel. „Eine Top-Mannschaft, die erstmalig bereit ist, bis zum letzten Blutstropfen zu rennen. Für mich die, der ich am meisten zutraue“, sagte er.


