Diese Vorwürfe machen nicht nur Chelsea-Fans wütend.

Klub-Boss Todd Boehly besitzt neben den „Blues“ auch eine Ticket-Reselling-Plattform. Premier League-Tickets sollen dort für mehrere tausend Euro weiterverkauft werden. Spitzenpreise: mehr als 20.000 Euro (17.000 Pfund) für das letzte Spiel von Liverpool in der Saison.

Laut Recherchen des englischen Telegraph, hat die Firma mit dem Namen „Vivid Seats“ ihren Hauptsitz in den USA. Boehly ist dort nicht nur Investor, sondern auch Direktor. In England ist der Weiterverkauf von Tickets über solche Plattformen illegal.

Tatsächlich ist es Engländern nicht erlaubt, dies bei Vivid Seats zu tun. Für Nutzer aus anderen Ländern aber durchaus. Bei jedem Verkauf ist eine Provision von 10 Prozent und eine Service-Gebühr von 20 bis 40 Prozent fällig.

Die Premier League kennt das Problem: Vivid Seats steht auf der Liste der unautorisierten Ticketshops. Chelsea ist verpflichtet, solche Weiterkäufe zu verfolgen und zu ahnden. Beispielsweise, indem der Zutritt zum Stadion verweigert wird. Käufer und Verkäufer hält das nicht ab. Für alle verbleibenden Premier-League-Spiele lassen sich Tickets dort finden.

Chelsea dazu: „Wir melden diese Websites zwar, wenn wir Chelsea-Tickets auf ihnen sehen, aber wir können nur wenig tun, um die Websites zu schließen.“

Ob Chelsea auch die Website ihres Mitbesitzers Boehly melden würden? Von Chelsea selbst gibt es kein Statement dazu. Dafür von Vivid Seats.

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Quelle: AP

Darin heißt es: „(…) Darüber hinaus hat Vivid Seats noch nie Tickets für die Premier League direkt an britische Kunden vermarktet oder beworben. (…) Vivid Seats und Chelsea haben eine langjährige und respektvolle Partnerschaft, die im Jahr 2023 öffentlich bekannt gegeben wurde, als wir mit Chelsea bei ihrem allerersten Premier League-Vorbereitungsturnier in den USA zusammenarbeiteten.“

Ob sie an Engländer verkaufen oder nicht: Ticket Reseller treiben die Preise in schwindelerregende Höhe.

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