Erst fünf Monate ist es her, dass die Bayern in der Champions League nach Paris reisen mussten. Im November duellierten sich die Münchner mit Paris in der Ligaphase der Königsklasse. Jetzt treffen beide Teams heute im Champions-League-Halbfinale (21 Uhr, live bei Prime oder im Ticker bei SPORTBILD) aufeinander. Doch das Duell im November blieb Münchner Fans auch abseits des 2:1-Sieges in Erinnerung – allerdings aus weniger schönen Gründen.
So war es damals zu Problemen mit der Pariser Polizei gekommen. 15 Fanbusse mussten auf Bitte der Polizei vor dem Erreichen von Paris auf einer Mautstelle bei schlechten sanitären Bedingungen lange warten. Jan-Christian Deesen, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, hatte danach erklärt: „Dieses Vorgehen ist beispiellos“, denn: „Dort gibt es völlig unzureichende sanitäre Anlagen, eine einzige Toilette und weder Essen noch Getränke, zudem widerspricht die Behandlung der Fans jeglichen Standards“, erklärte der Verein. Dieses Handeln hat nun Folgen.
Bislang Situation in Paris komplett friedlich
Denn: Die Fans des FC Bayern verzichten laut „Sky“-Informationen von Kerry Hau vor dem Duell heute im Parc des Princes freiwillig auf einen organisierten Fanmarsch. Die Folge der schlechten Behandlung im letzten Jahr, denn diesen Problemen will man dieses Mal aus dem Weg gehen. Wohl mit Erfolg! Bislang verläuft die Vorbereitung auf die Partie friedlich. Auch die Fanbusse durften regulär in die Stadt fahren.
Doch der Fanmarsch fehlt. Eigentlich ist dieser häufig Bestandteil der Auswärtsreisen der Münchner. Vor drei Wochen zum Beispiel lief ein Großteil der Auswärtsfans in Madrid gemeinsam zum Bernabéu.
Doch der Fanmarsch soll das einzige sein, worauf die Fans heute verzichten. Ein Sieg, wie im November, soll her. Damit würden die Münchner die Tür für ein mögliches Finale in der Champions League ganz weit aufstoßen. Ganz egal, wie die Partie heute ausgeht: In der kommenden Woche steigt bereits das Rückspiel in München. In der ausverkauften Allianz Arena soll dann das Endspiel gefeiert werden. Dann würde auch einem Fanmarsch im Finalort Budapest am 30. Mai hoffentlich nichts im Wege stehen.
