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Wahnsinn in der Nachspielzeit! Benfica Lissabon erlebt in der Champions League einen Abend für die Vereinsgeschichte – voller Chaos, Hoffnung und grenzenloser Emotionen.

Im letzten Spiel der Ligaphase drehen die Portugiesen das Duell gegen Real Madrid nach frühem Rückstand durch Mbappé und gewinnen mit 4:2. Schjelderup trifft doppelt, Pavlidis steuert den dritten Treffer bei. Zwischenzeitlich bringt Mbappé die Königlichen zwar noch einmal auf 3:2 heran, doch dann beginnt das große Zittern.

Denn parallel überschlagen sich die Ereignisse: Sporting erzielt zeitgleich das 3:2 in Bilbao und zieht an Real vorbei. Plötzlich rutschen die Madrilenen aus den Top 8 – und Benfica steht als Tabellen-25. selbst vor dem Aus. Beide Teams brauchen in den letzten Sekunden nur noch ein Tor zum Weiterkommen. Während in allen anderen Stadien bereits abgepfiffen ist, läuft die Partie in Lissabon weiter. Benfica spielt auf Zeit: Keeper Trubin pflückt einen Ball herunter – und bleibt demonstrativ liegen.

Weil gleich zwei Real-Stars (Asencio/zweite und Rodrygo) in den letzten Augenblicken kurz hintereinander vom Platz fliegen, verlängert Schiri Massa die eigentlich schon abgelaufene Nachspielzeit.

Benfica-Trainer Jose Mourinho feiert mit einem Balljungen

Foto: Armando Franca/AP/dpa

Daraufhin schallt in der 5. Minute der Nachspielzeit ein riesiges Pfeifkonzert durch das Stadion. Die Fans regen sich riesig auf. DAZN-Kommentator Flo Hauser: „Das gibt es doch gar nicht. Denen ist nicht bewusst, dass sie hier noch einen Treffer brauchen.“ Zu diesem Zeitpunkt steht Marseille in den Playoffs.

Weil gleich zwei Real-Stars (Asencio und Rodrygo) in den letzten Augenblicken kurz hintereinander vom Platz fliegen, verlängert Schiri Massa die eigentlich schon abgelaufene Nachspielzeit.

Während der kurzen Unterbrechung realisieren die Benfica-Stars endlich, dass sie noch ein Tor brauchen. Dann gibt es nach einem Bellingham-Foul einen allerletzten Freistoß. Trainer José Mourinho (63) schickt alle Spieler in den Real-Strafraum. Auch Keeper Trubin eilt nach vorne.

90.+8: Aursnes tritt den Freistoß, alle steigen in die Luft – und dann köpft ausgerechnet Trubin die Kugel ins Netz – der TORWART! Was für ein unfassbarer Wahnsinn. Benfica ist weiter, Mega-Ekstase im Estádio da Luz. Alle rasten aus!

Anatolij Trubin köpft das 4:2 gegen Real

Anatolij Trubin köpft das 4:2 gegen Real

Foto: Pedro Nunes/REUTERS

Trubin rutscht auf den Knien über den Rasen. Seine Teamkollegen stürzen sich auf ihn. Mourinho feiert mit einem Balljungen im Arm. Nach dem Abpfiff gratuliert sogar Real-Keeper Thibaut Courtois grinsend seinem Torwart-Kollegen.

Mourinho nach dem Spiel: „Dieser Sieg ist historisch! Wir sind nicht stark im Kopfballspiel, aber der Große ging hin und schoss ein spektakuläres Tor. Das Einzige, was ich mir wünsche, ist ein bisschen Respekt. Ich hoffe, dass ihr euch nicht umbringt oder von den Balkonen springt. Bleibt ruhig.“

Der Trainer-Fuchs gibt zu, dass er nicht wusste, ob es reichen würde. Daher wechselte er zwei Verteidiger aus. „Sie kamen rein, um den Vorsprung zu halten“, erklärt er und fügt an: „Aber als wir merkten, dass es nicht reichte, schickte ich Trubin nach vorne. Eine historische Nacht.“

Kurios: In der Playoff-Runde könnte Benfica jetzt erneut auf Real treffen. Die andere Möglichkeit wäre Inter. Final entscheidet die Auslosung am Freitag in Nyon.

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