Umstrittene Szene beim 2:1-Sieg der Bayern im Topspiel gegen Borussia Dortmund: der Führungstreffer von Harry Kane (22.)!

Eckball Kimmich auf den ersten Pfosten, Kane steigt hoch und köpft im Zweikampf mit Guirassy ein. Aber: Der englische Nationalspieler verschafft sich mit einem kleinen Schubser gegen den Guineer einen Vorteil. Der Treffer wird im Nachgang geprüft, aber Schiedsrichter Bastian Dankert und sein Team geben das Tor zur 1:0-Führung der Münchner.

BVB-Coach Niko Kovac bringt nicht die Entscheidung an sich auf die Palme. Er kritisiert die Entscheidung Dankerts im Vergleich zur gesamten Spielleitung. Kovac bei Sky: „Serhou geht hoch, beide Hände von Kane gehen hoch. Es ist ein kurzer Kontakt. Bastian Dankert hat heute so gepfiffen, dass er das hätte auch abpfeifen müssen. Er hat heute alles zerpfiffen. Aufgrund seiner Entscheidung, kleinlich zu pfeifen, hätte er das Tor zurücknehmen müssen.“

Und weiter: „Wir arbeiten ja alle zusammen. Meine 1. Halbzeit war nicht gut, seine (Dankerts, Anm. d. Red.) ganzen 90 Minuten waren nicht gut. Ich muss das auch mal sagen können bei euch. Wir haben heute so viele Gelbe Karten bekommen. Harry Kane hätte nicht mal 20 Prozent der Fouls in England gepfiffen bekommen. Zu kleinlich, einfach schlecht.“

Abschließend sagt Kovac: „Jetzt kriege ich wieder Ärger, aber das musste ich mal sagen.“

Experte Lothar Matthäus ist auf der Seite des Dortmund-Trainers, sagte während eines Interviews mit Joshua Kimmich nach dem Spiel: „Weil er (Guirassy, Anm. d. Red.) in der Luft ist, kann er sich nicht wehren. Wenn er nicht geschubst worden wäre, hätte er eine andere Ausgangsposition gehabt und der Ball wäre nicht über seinen Kopf geflogen. Er hätte den Ball dann wegköpfen können.“

Gräfe klärt auf: Umstrittene Kane-Aktion vor Bayern-Tor

Quelle: BILD

Schiedsrichter Bastian Dankert wehrt sich nach Abpfiff gegen die Vorwürfe zum Führungstreffer der Gastgeber, sagt: „Es ist kein Stoß in den Rücken von Guirassy, sodass Harry Kane dadurch zum Kopfball kommt. Dieser Impuls ist nicht vorhanden. Dementsprechend war ich mir sehr sicher mit meiner Entscheidung, das Tor anzuerkennen. Und habe das auch so rübergegeben zu meinem Video-Assistenten, der das auch so bestätigt hat. Auch jetzt sehe ich keinen Impuls, der Guirassy davon abhält, in den Zweikampf zu gehen. Das ist handelsüblich in der Bundesliga. Nichts, wo ich sage, dafür muss ich das Tor aberkennen.“

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