Die Kiez-Kicker gewannen am Freitagabend mit 2:0 beim Erzrivalen. Adam Dzwigala (19.) und Andreas Hountondji (60.) erzielten die Treffer für die Gäste.
Bereits das letzte Bundesliga-Aufeinandertreffen vor 5308 Tagen (16. Februar 2011) hatte der Kiezklub gewonnen. Damals schoss Gerald Asamoah (46) die Braun-Weißen im Volksparkstadion zum 1:0-Sieg.
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HSV-Vorstand Stefan Kuntz sagte nach der Partie bei Sky: „Es gibt nichts Schlimmeres, als ein Derby zu Hause zu verlieren. (…) Wir müssen Ruhe behalten. Wir haben das so erwartet. Natürlich würdest du gern das Derby gewinnen. Aber wir wussten, dass es eine schwere Saison wird.“ Hamburg-Keeper Daniel Heuer Fernandes: „Das tut heute weh.“ Für HSV-Trainer Merlin Polzin war es „sehr, sehr bitter und enttäuschend, dass wir heute nicht das auf den Platz gebracht haben, was es gebraucht hätte, um zu gewinnen.“
St.-Pauli-Trainer Alexander Blessin meinte: „Generell Bundesliga-Spiele zu gewinnen, ist immer schön, aber das erste Derby war etwas Besonderes.“
19. Minute: Sinani führt die erste Pauli-Ecke des Spiels kurz aus. Pereira Lage flankt aus vollem Lauf in den Strafraum. Dort schließt Dzwigala direkt ab – 1:0 für St. Pauli.
60. Minute: Fujita spielt einen Traumpass in den Fuß von Hountondji. Der Stürmer umkurvt Heuer Fernandes und schiebt aus spitzem Winkel ein – 2:0.
Dem Aufsteiger fehlt es in der Offensive über weitere Phasen an Durchschlagskraft und Ideen.
Glück für die Rothosen, dass der Stadtrivale nicht schon vor der Pause weiter vorn liegt. Sechs Minuten nach der Führung rennt Hountondji dem klammernden Torunarigha davon. Der Verteidiger kommt ohne große Einwirkung aus dem Tritt, geht zu Boden. Schiri Dingert entscheidet voreilig auf Offensivfoul – klare Fehlentscheidung.
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Kurz vor der Pause die nächste Pauli-Chance: Aber der völlig blanke Sinani schiebt rechts am Tor vorbei (41.).
Der HSV ohne Abschluss seit der 4. Minute. Trotzdem reagiert Trainer Merlin Polzin (34) in der Pause erst einmal nicht – und wird (fast) belohnt. Aber Königsdörffer steht vor seinem Treffer hauchdünn im Abseits (48. Minute).
Plötzlich wackelt St. Pauli. Aber nur kurz. Dann besorgt Hountondji das 2:0 – und zieht dem aufkeimenden HSV-Mut den Stecker. In der Schlussphase, in der Gocholeishvili auch noch mit Gelb-Rot vom Platz fliegt, spielt nur Tabellenführer St. Pauli.

